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Handel
04.01.2018

Luxusmarken vergrößern Flächen in Top-Lagen

Die Zahl der Luxus-Retail-Stores ist im vergangenen Jahr vierlerorts leicht gewachsen. Dies betrifft die Metropolen in Europa, Nordamerika und im asiatisch-pazifischen Raum, während in China und dem Mittleren Osten die Zahl der Neueröffnungen im Luxussektor zurückgingen. Machten diese 2016 noch einen Anteil von 17 Prozent aus, waren es in diesem Jahr nur noch neun Prozent. Das geht aus dem 'Global Luxury Retail Report' von Savills hervor. Er zeigt auch, dass die Ausgaben der Konsumenten für Waren im hochpreisigen Segment nur geringfügig zunehmen. Die Antwort darauf: Marken fokussieren sich ausschließlich auf die Top-Lagen der Metropolen, die jährlich Zuwachs in ihren Tourismusraten verzeichnen, und vergrößern dort ihre Flächen.

Während die Anzahl neuer Filialen aus dem gehobenen Segment weltweit von insgesamt rund 470 im Jahr 2016 auf 350 im Jahr 2017 sank, konnte in den europäischen Shopping-Metropolen ein Wachstum von 36 auf 38 Prozent aller neu eröffneten Einzelhandelsflächen verzeichnet werden. Mit einem Anteil von 5,9 Prozent führt Paris die Weltrangliste der Neueröffnungen an, doch auch Deutschland gehört mit zu den Spitzenreitern: Während in London und Paris Größen wie Stella McCartney, Chloé und Louis Vuitton neue Shops im Markt platzierten, erweiterten hierzulande Häuser wie Woolrich, Furla, Pinko und Coccinelle ihre Präsenzen.

"Insbesondere München und Frankfurt rücken hierbei in den Fokus internationaler Unternehmen. Begünstigt wird dies durch die im europäischen Vergleich sehr hohen Passantenfrequenzen der großen Einkaufsstraßen Maximilianstraße und Goethestraße sowie einem entsprechend hohen Aufkommen des angesprochenen Klientel", erläutert Thomas A. Pasiecznik, Director of Retail Agency Germany bei Savills.

Ausbau bereits etablierter Standorte

Lagen die durchschnittlichen Flächengrößen neuer Retail Stores 2016 noch bei 287 m² (3.100 sq ft), sind es 2017 ca. 307 m² (3.300 sq ft) – Tendenz weiter steigend. Selbst in den teuersten Städten wie Tokio und New York ließen Marken ihre Geschäfte in die Höhe oder Breite wachsen, um mit den vorhandenen Standorten die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen.

Anthony Selwyn, Director Global Luxury Retail bei Savills: "Die Weiterentwicklung des weltweiten Luxussegments wird sich für 2018 positiv auf den Bedarf an neuen Flächen auswirken, wenngleich der Fokus wahrscheinlich auch weiterhin auf dem Ausbau bereits etablierter Standorte und noch nicht ausgeschöpfter Märkte in Europa und Nordamerika liegen wird."

(vg)