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Handel
08.02.2018

Mehrheit der Deutschen kann auf Kleingeld verzichten

Mehr als die Hälfte der deutschen befürwortet die Abschaffung des Kleingelds. Im Vergleich zu den Vorjahren hat die Zustimmung für dieses Vorhaben leicht zugenommen (Quelle: Splendid Research)

Krumme Preisbeträge im Handel sind gang und gäbe. Das dafür notwendige Kleingeld ist vielen Kunden offenbar ein Dorn im Auge: Mehr als jeder zweite Bundesbürger (58 %) spricht sich dafür aus, 1- und 2-Cent-Münzen aus dem Geldverkehr zu nehmen. Die ablehnende Haltung ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen:  Waren 2015 noch 53 Prozent der Verbraucher für ein Ende des lästigen Kupfergeldes, stimmten diesem Vorschlag im Jahr 2016 schon 57 Prozent zu. Besonders stark zugenommen hat der Anteil dabei in der Altersgruppe der 60- bis 69-Jährigen (+5,8 %). Das ergab eine Studie des Hamburger Marktforschungsinstituts Splendid Research, für die im Januar 2018 insgesamt 1.022 Deutsche zwischen 18 und 69 Jahren zu ihrer Einstellung zu Bargeld sowie zum Zahlungsverhalten befragt wurden.

Als Argument für eine Abschaffung nennen die Konsumenten vor allem Platzgründe im Portemonnaie: 70,7 Prozent führen diesen Grund an. Fast zwei Drittel (59,8 %) stören sich am verlängerten Bezahlvorgang an der Kasse. Ebenso viele Verbraucher (57,9 %) begrüßen den Vorstoß, da es ihrer Meinung nach keine Ware mehr für einen oder zwei Cent zu kaufen gibt. In der Gruppe derjenigen, die gegen eine Abschaffung der Kupfermünzen sind, herrscht dahingegen vor allem die Sorge vor, der Handel erhöhe dann die Preise (63,1 %).

Bargeld soll erhalten bleiben

Für eine komplette Abschaffung des Bargeldes spricht sich nur eine Minderheit aus. Laut der Online-Umfrage plädieren lediglich 13 Prozent für diese Option. Ähnlich unpopulär ist die Idee, eine Obergrenze für Barzahlungen einzuführen: Eine entsprechende Regelung würde nur von 18 Prozent akzeptiert werden.

Lebensmittel werden am liebsten mit Bargeld bezahlt

Trotz der wachsenden Zustimmung für eine Abschaffung des Kleingeldes steigt auch die Anzahl der Personen, die am liebsten mit Bargeld zahlen: Im Vergleich zum Jahr 2016 ist der Anteil um 4,3 Prozentpunkte auf 48,9 Prozent geklettert. Im Ranking der präferierten Bezahlmethode folgen nach Angaben von Splendid Research die EC-Karte  (36,2 %) und Kreditkarte (8,8 %). Das mobile Bezahlen mit dem Smartphone kann sich weiterhin nicht durchsetzen. Über alle Produktkategorien hinweg liegt der Anteil der Personen, die Rechnungen am liebsten mit dem Handy begleichen wollen, unter einem Prozent.

Besonders beliebt ist die Barzahlung in der Produktkategorie Lebensmittel: 68,7 Prozent der Deutschen bezahlen im Vergleich zum vorletzten Jahr im Supermarkt lieber mit Münzen und Scheinen. In den Bereichen Mode, Technik und Wohnen/Einrichten, bei denen oft höhere Beträge auf der Rechnung stehen, wird allerdings häufiger die EC-Karte verwendet. Am größten ist die Differenz zwischen den beiden Bezahlmethoden im Segment Wohnen und Einrichten: Während 42 Prozent hier die EC-Karte präferieren, sprechen sich 28,2 Prozent für Barzahlung aus.

(mak)