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Handel
28.06.2012

Einfluss mobiler Endgeräte auf das Online-Shopping wächst

Im vergangenen Jahr haben insgesamt 41 Millionen Deutsche zwischen 14 und 69 Jahren Waren oder Dienstleistungen im Internet gekauft. Im Jahr 2010 waren es noch knapp drei Millionen Online Shopper weniger. Dabei steigt das Handy als Bestellmedium in der Gunst der Konsumenten. Mit 2,9 Millionen haben im Jahr 2011 mehr als doppelt so viele Verbraucher wie noch im Jahr zuvor Waren und Dienstleistungen per Mobiltelefon geordert. Das sind Ergebnisse des Online Shopping Survey (OSS) 2012 der GfK.

Die Rangliste der Produktkategorien mit den meisten Onlinekäufern wird weiterhin angeführt von Bekleidung (19,3 Millionen), gefolgt von Büchern (18,6 Millionen), Veranstaltungstickets (14,9 Millionen), Spielwaren (10,6 Millionen) und Tonträgern (10,4 Millionen). Der stärkste Zuwachs an Online-Käufern entfiel auf Bekleidung (+2,1 Millionen). Danach folgen aber bereits Kosmetik und Düfte (+1,8 Millionen) sowie Uhren und Schmuck (+1,6 Millionen). Dies ist ein Zeichen, dass sich die Wachstumstreiber zunehmend auf andere Produktkategorien als bisher verlagern.

Amazon baut Spitzenplatz aus

Amazon konnte mit 27,7 Millionen Onlinekäufern den Spitzenplatz nach Kundenzahl vor Ebay (21,0 Millionen) deutlich ausbauen. Weltbild und Otto liegen Kopf an Kopf auf Rang 3. Neueinsteiger Zalando verdrängt mit massiver Werbepräsenz Tchibo vom fünften Rang.

Dynamischer Zuwachs des Mobile Shoppings setzt sich fort

Während die Gesamtzahl der Internetnutzer zwischen 14 und 69 Jahren binnen Jahresfrist nur um 2,6 Prozent auf insgesamt 50,3 Millionen gestiegen ist, nahm die Nutzerzahl des Mobilen Internets im gleichen Zeittraum um 38,4 Prozent auf 14,7 Millionen zu. Mit 84 Prozent verfügt dafür der weitaus größte Teil dieser Gruppe bereits über ein Smartphone.

Besonders dynamisch entwickelte sich mit einem Zuwachs von 114 Prozent auf 2,9 Millionen Verbrauchern das Online Shopping von Waren und Dienstleistungen per Handy. Diese Zuwachsraten und der andauernde Erfolg beim Absatz von Smartphones lassen den Schluss zu, dass sich Internetnutzung und Online-Shopping in den kommenden Jahren weiterhin in Richtung mobiler Endgeräte verlagern werden.

Einen Vorgeschmack auf die künftige Entwicklung bietet die Frage, für welche Produktkategorien die Internetnutzung per Handy schon heute als Informationsquelle vor dem Kauf dient. Deshalb wurde in der Studie erstmals untersucht, wie viele Konsumenten sich ganz generell vor dem Kauf von Produkten – egal ob im stationären Handel oder im Internet – per Handy im Mobilen Internet informieren. Insgesamt haben diese Möglichkeit im vergangenen Jahr bereits 5,1 Millionen Konsumenten genutzt.

Damit entsteht für den stationären Handel neben dem klassischen Online-Shopping eine weitere Herausforderung. Dass die Konsumenten ihre Smartphones bei sich tragen, eröffnet neue Möglichkeiten der Verzahnung zwischen stationärem Handel und Online-Shopping. Gleichzeitig wächst aber für die Verbraucher die Transparenz zwischen allen konkurrierenden Angeboten weiter. Und das werden die smarten Shopper mit ihren Smartphones auch zu nutzen wissen.

Der Online Shopping Survey (OSS) ist eine jährlich wiederkehrende Studie der ENIGMA GfK. Im Januar und Februar 2012 wurden für den OSS in Deutschland 1.179 Personen zwischen 14 und 69 Jahren telefonisch zum Internet und dessen Einfluss beim Einkauf von 29 Produkt- und Dienstleistungsbereichen befragt.

(vg)