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Medien & Werbung, Unternehmen & Marken, Handel
30.03.2017

B2B-Unternehmen verschenken Newsletter-Kontaktmöglichkeit

Schon bei der Suche zur Newsletter-Anmeldung gibt es oft Probleme: Bei 52 Prozent der B2B-Firmen sucht der Kunde vergeblich danach

Der Kommunikationskanal E-Mail ist im Business-to-Business-Segment noch immer nicht richtig angekommen, bilanziert die aktuelle Absolit-Studie „Leadgenerierung bei B2B-Unternehmen“. Demnach versäumen über 50 Prozent die Möglichkeit, per Newsletter mit Geschäftskunden in Kontakt zu treten. Außerdem gebe es erhebliche Mängel in den Bereichen Adressgewinnung und Nutzerfreundlichkeit. Für die Studie wurden 288 B2B-Unternehmen anhand von über 40 Einzelkriterien hinsichtlich der Qualität ihres E-Mail- und Newsletter-Marketings untersucht. Dabei ergaben sich zwischen den einzelnen Unterbranchen große Differenzen. Während B2B-Händler vor allem mit ihrer Nutzerfreundlichkeit und mobilen Qualität überzeugen, weisen Dienstleister und Chemiekonzerne in nahezu allen Kategorien großen Nachholbedarf auf.

Die größten Schwächen werden laut Studie bei der Anmeldung zum Newsletter deutlich: Bei 52 Prozent der B2B-Firmen sucht der Kunde vergeblich danach, von den übrigen Unternehmen gestalten lediglich 27 Prozent die Anmeldung auch auffällig. Damit betreiben insgesamt nur 14 Prozent aller B2B-Konzerne eine aktive Leadgenerierung. Ebenso befindet sich bei 39 Prozent der Webseiten die Registrierung nicht auf der Startseite. Der Interessent wird also gezwungen, aktiv nach der Newsletter-Anmeldung zu suchen. Gleichzeitig werden potenzielle Leser von der Eingabe persönlicher Daten abgeschreckt, indem 77 Prozent der Unternehmen keine verschlüsselte Übermittlung solcher Informationen anbietet. 26 Prozent arbeiten sogar ohne gesicherte Website mit SSL-Zertifikat.

Registriert sich ein Kunde dennoch für einen Newsletter, wartet er erst einmal vergebens. Denn 70 Prozent der Firmen aus dem B2B-Segment nutzen nicht die Möglichkeit einer Willkommensmail. Deren Qualität ist zudem oft mickrig: 81 Prozent nutzen keinerlei Call-to-Action-Buttons und 62 Prozent verfügen nicht über ein vollständiges Impressum.

Dabei ist die Qualität der E-Mails eigentlich eine Stärke der B2B-Konzerne, bei der vor allem Unternehmen aus den Bereichen Landwirtschaft und B2B-Handel überzeugen. Diese erfüllen durchschnittlich 68 Prozent beziehungsweise 67 Prozent aller Qualitätskriterien. Zu diesen zählen neben der Personalisierung u.a. auch das Vorhandensein von einem Abmeldelink, Social Media-Buttons sowie die Lesbarkeit ohne heruntergeladene Bilder. Schlusslicht bilden die Dienstleister, die lediglich 39 Prozent der Kriterien erfüllen können.

Dass sich Unternehmen nicht gerne mit Rechtsfragen auseinandersetzen, beweisen die B2B-Konzerne. 29 Prozent informieren den Abonnent nicht darüber, wie seine Daten von der Newsletter-Anmeldung genutzt werden, obwohl 63 Prozent mehr Informationen von ihren Kunden verlangen als erlaubt. Dieser Wert liegt nur knapp über dem der Pharmakonzerne, die mit 66 Prozent das Schlusslicht aller Branchen bilden. Dabei wissen die B2B-Firmen diese Angaben nicht einmal zu nutzen: 96 Prozent bieten zwar eine Personalisierung der Newsletter an, aber nur 44 Prozent nutzen diese abgefragten Daten auch für eine persönliche Ansprache.

Bei der mobilen Optimierung zeigen sich die B2B-Unternehmen für die Zukunft gut gerüstet: 81 Prozent der Landingpages sind für mobile Endgeräte optimiert. Beachtlich ist, dass 83 Prozent der Newsletter auch auf der Smartwatch problemlos dargestellt werden können. Damit erreichen die B2B-Unternehmen den Spitzenwert aller Branchen. Doch auch in dieser Kategorie gibt es noch Verbesserungspotenzial: Nur 58 Prozent der Newsletter lassen sich auf mobilen Endgeräten problemlos lesen.

Die komplette Studie sowie einen kostenlosen Download der 49-seitigen Kurzversion finden Sie hier.







 

(tor)