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Medien & Werbung
08.01.2019

Prognose: Deutscher Werbemarkt wächst um ein Prozent

(Foto: nicescene-fotolia)

Der deutsche Werbemarkt setzt seine positive Entwicklung auch im neuen Jahr fort. Nachdem bereits die vergangenen zwei Jahre ein Wachstum verzeichneten, sollen die Werbeinvestitionen deutscher Unternehmen im Jahr 2019 um rund ein Prozent auf 24 Milliarden Euro ansteigen. Das gab die Agenturgruppe JOM mit Sitz in Hamburg im Rahmen ihrer neuesten Prognose bekannt.

Verantwortlich für die positive Entwicklung sind – wie in den vergangenen Jahren – die digitalen Medien. Hier haben vor allem Online-Bewegtbild und Addressable-TV große Entwicklungschancen, wie JOM mitteilt. Vor allem regionale Werbungtreibenden erhielten so die Möglichkeit, TV-Werbung zu schalten und Spots über Umfelder wie YouTube oder Mediatheken regional auszusteuern.

Verlagerung von Desktop zu Mobil schreitet voran

Ebenfalls an Bedeutung gewinnt das Influencer-Marketing, für das deutsche Unternehmen nach Angaben von JOM schätzungsweise eine halbe Milliarde Euro ausgeben. Im Gegensatz dazu nehmen die Investitionen für Online-Banner auf Desktop-Rechnern weiter ab. Stattdessen fließen die Budgets zunehmend in Werbeformate auf mobilen Endgeräten.

Unter den klassischen Medien wird im Jahr 2019 weiterhin die Außenwerbung profitieren, prognostizieren die Berater von JOM. Ebenfalls positiv sollen sich die Werbeausgaben für Radio und Online-Audio entwickeln.

TV-Werbemarkt bleibt stabil

Für den TV-Werbemarkt rechnet die Mediaagentur mit einem stagnierenden Werbevolumen. Hier könnte die Weiterentwicklung neuer technischer Möglichkeiten, allen voran das bereits erwähnte Addressable-TV, neue Impulse setzen. Diese Lösung ermöglicht es, TV-Spots nur an bestimmte Zielgruppen, etwa Personen in einer ausgewählten Region, auszuspielen, während die übrigen Zuschauer andere Werbung zu sehen bekommen. 

"Die TV-Sehdauer junger Menschen unter 30 ist in den vergangenen fünf Jahren um circa 20 Prozent gesunken", sagt Volker Neumann, Geschäftsführer von JOM. "Dies führt zwangsläufig zu Veränderungen in der Struktur des Marktes. Sprich, wir werden mittelfristig sinkende TV-Werbeinvestitionen verzeichnen." Wie schnell diese Veränderungen eintreten, hänge davon ab, ob sich Plattformen wie Netflix oder Amazon für Werbungtreibende weiter öffnen, so Neumann.

(mak)