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Medien & Werbung, Unternehmen & Marken
16.05.2019

Social Media: Accounts prominenter Marken liegen brach

Gemeinhin gelten Facebook, Twitter und Instagram für Marken als wichtige Kommunikationskanäle. Eine Recherche-Studie zu deutschen Accounts zeigt allerdings, dass in Deutschland die Social-Media-Accounts von Top-Marken wie Sprite, Braun, Rossmann, Amazon oder Unilever seit Monaten und teilweise sogar schon seit Jahren brachliegen - trotz weltweit mehrerer Millionen Facebook-Fans. Sprite etwa habe mehr als 22 Millionen Facebook-Fans weltweit, ließe aber die deutschen Fans seines Accounts @spritegermany seit September 2017 nichts mehr von sich hören, sagt Murtaza Akbar, Leiter der Agentur Wortwahl, die die Studie durchgeführt hat, und Dozent im Studiengang Onlinekommunikation an der Hochschule Darmstadt.

Akbar: „Das ist ein sehr krasses Beispiel, dass Coca-Cola seine Marke Sprite Social-Media-mäßig so auslaufen lässt. Das muss firmeninterne oder strategische Gründe haben, anders lässt sich das nicht erklären. Die Außendarstellung dieses Facebook-Accounts mit mehr als 22 Millionen Fans weltweit ist für deutsche Fans allerdings sehr negativ, wenn hier seit über einem Jahr nichts passiert.“

Neben Sprite ist auch auf dem Facebook-Account von Nivea Men (6,2 Millionen Fans weltweit) seit Juni 2018 in Deutschland nichts mehr gepostet worden. „Obwohl es hier mit Fußball-Bundestrainer Joachim Löw ein prominentes Testimonial gibt, aber weder zur Fußball-WM noch danach wurde auf diesem Kanal wieder etwas gepostet“, sagt Akbar. Ein anderes Beispiel: Der Instagram-Account von Allianz Deutschland hat mehr als 24.000 Abonnenten, doch der letzte Beitrag stammt hier vom November 2017. Und auf Twitter hat Amazon.de (14.938 Follower) das letzte Mal im Juli 2018 und davor im März 2017 getwittert. Auf Fragen oder Tweets antworte Amazon.de aber immer noch schnell und aktuell. „Warum hier nur auf Tweets geantwortet, nicht jedoch aktiv eigener Content getwittert wird, obwohl die Kunden ja offensichtlich ein Bedürfnis haben, mit Amazon zu kommunizieren, ist nicht klar und ersichtlich“, so Akbar. "Bei unserer Recherche-Studie haben wir ein klares Gefälle herausgearbeitet. ‚Twitter-Friedhöfe‘ sind am einfachsten zu finden, wobei es hier erstaunlich viele Accounts gibt, die keine eigenen Tweets mehr posten, dafür aber noch antworten, wie zum Beispiel Amazon oder Rossmann. Facebook-Accounts, die nicht mehr aktiv sind, lassen sich auch gut finden. Bei Instagram ist es am schwierigsten. Instagram ist der Social-Media-Kanal, den Marken derzeit am wenigsten brachliegen lassen. Das ist eines der Resultate unserer Studie.“

Marken und Unternehmen, die ihre Social-Media-Kanäle brachliegen lassen, sind laut der Untersuchung etwa:

- Braun, Florena, Hasseröder, Nestea, Nivea Men, Odol-med3, Reebok, Sagrotan, Scholl Fußpflege, Sprite (bei Facebook)

- Allianz, Alpina, Brita, Compeed, Géramont, Infiniti, Lipton Tea, Rexona, Senseo, Staedtler (bei Instagram)

- Amazon.de, dm, Leibniz Pick Up, Mymuesli, Nissan, Nivea, Pons Verlag, Rossmann, Starbucks, Unilever (bei Twitter).



(tor)