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Unternehmen & Marken
24.03.2015

Prestige- und Luxuskosmetik: Umsatz steigt um 2,4 Prozent

Die Luxuskosmetikbranche konnte im vergangenen Jahr ein Umsatzplus von 2,4 Prozent erzielen. Der Gesamtumsatz der Branche lag bei 2,010 Milliarden Euro. Damit wird das Vorjahrsniveau gehalten. Das gab der VKE-Kosmetikverband bekannt. Die vom VKE repräsentierten Unternehmen der mittel- und höherpreisigen Kosmetik hatten 2013 ein Umsatzplus von 2,5 Prozent im Vergleich zu 2012 erwirtschaftet - insgesamt 1.963 Milliarden Euro.

Im Bereich der Pflegenden Kosmetik, also insbesondere bei Gesichtspflege und Sonnenkosmetik, verzeichneten die Unternehmen demnach nur ein sehr bescheidenes Wachstum von einem Prozent. "Diese ernüchternde Entwicklung ist weiterhin dem harten Wettbewerb der Parfümerien mit dem LEH und den Discountern geschuldet, die ihre Angebotspalette hier kontinuierlich ausbauen", so der VKE. Dagegen verzeichnet das Körperpflegesegment mit einem Plus von 2,8 Prozent eine gute Entwicklung.

Die Dekorative Kosmetik wächst erneut um 4,9 Prozent. Mascara, Lippenstift und Lacke treiben hier laut dem Verband dieses Segment. Die Damendüfte als bedeutendster Teilbereich enttäuschten mit einem Plus von lediglich 2,1 Prozent.

Empfindliche Einbußen gab es bei den Herrenprodukten: Das Minus von insgesamt 0,5 Prozent erklärt sich insbesondere durch dem Rückgang in Höhe von 2,9 Prozent bei den Herrendüften, so der VKE. Tapfer geschlagen dagegen hat sich das kleine Segment der Herrenkosmetik. Hier konnte ein Plus von 3,8 Prozent verzeichnet werden. Jeder fünfte Mann verwendet laut dem vErband mittlerweile eine spezielle Gesichtscreme für Männer.

Dramatische Situation bei Produkt- und Markenfälschungen

Im vergangenen Jahr wurden an den deutschen Außengrenzen laut VKE Körperpflegeprodukte im Wert von 22,65 Mio. Euro sichergestellt. Die Anzahl beschlagnahmter Waren stieg um 54 Prozent von 1.024.840 auf 1.579.418 Stück. Damit stehen Kosmetika noch vor Kleidung auf dem ersten Platz bei der Aufteilung auf Warenkategorien.

"Die alarmierend hohen Beschlagnahmezahlen zeigen zwei Dinge sehr klar: Einerseits belegen sie eine immer stringentere Zusammenarbeit von Zoll und Industrie bei der Verfolgung der Markenpiraten. Andererseits wird deutlich, dass Produktpiraterie als eine wesentliche Einnahmequelle der organisierten Kriminalität, immer professionellere Strukturen bekommt und man dort die Kleinteiligkeit der Produkte nutzt. Der deutliche Anstieg von Produktaufgriffen im Postverkehr um knapp zehn Prozent zeigt, dass Kosmetikprodukte besonders gerne über das Internet direkt an die Konsumenten verkauft und verschickt werden", sagt Martin Ruppmann, Geschäftsführer VKE-Kosmetikverband.

Marketingchancen mit Social Media und Mobile

Im Rahmen der 'Slow Types'-Basisstudie aus dem Haus d.core zum Thema Kommunikationsverhalten und Informationssuche, wurde das Zusatzthema Verwendung/Einstellung zu Kosmetik und Düfte abgefragt. 19 Prozent der Frauen erhalten demnach ihre besten Konsuminspirationen aus Social Networks, bei den unter 20-Jährigen sind es 62 Prozent, bei den 20- bist 30-Jährigen immer noch 39 Prozent. Mehr als jede zweite Frau ist in Social Networks aktiv. Sie bloggen, posten, kommentieren und liken. 

Der VKE-Kosmetikverband, Berlin, wurde 1952 in Frankfurt am Main gegründet und nimmt die gemeinsamen Berufs- und Fachinteressen der Distributeure bzw. Hersteller selektiv vertriebener Duft- bzw. Kosmetikprodukte in Deutschland wahr. Mitglieder des VKE sind heute 60 deutsche Vertriebstöchter ausländischer Stammhäuser bzw. inländische Kosmetikproduzenten, die über 200 Marken und einen Umsatz von über zwei Mrd. Euro repräsentieren.

"Unsere Branche verliert an Glaubwürdigkeit beim Kunden: Sortimente werden zunehmend austauschbar, die Begehrlichkeit und der Mehrwert von Marken sinkt. Wir sehen hier dringenden Handlungsbedarf: Nur wer als Händler überzeugende Angebotsstrategien hat, holt den Kunden auch morgen noch ab. Die Konsumenten werden immer digitaler. Wir benötigen mehr Verständnis für die sich wandelnden Bedürfnisse unserer mobilen Gesellschaft. Stationärer Laden und Online lassen sich heute auf vielfältige Weise vernetzen. Online kann sogar helfen, die Kunden zurück ins Geschäft zu holen.“, sagt Stephan Seidel, VKE-Präsident und Geschäftsführer Clarins.

 

(rh)