Unternehmen & Marken
07.10.2015

Künstliche Intelligenz: Google ist Gesellschafter des DFKI

Die Google Deutschland GmbH hat einen Gesellschaftsanteil des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz erworben und wird dessen 17. Industriegesellschafter. Das DFKI ist damit nach eigenen Angaben das bislang einzige Forschungsunternehmen in Europa, an dem sich Google durch eine Kapitaleinlage und einen Sitz im Aufsichtsrat als Industriegesellschafter beteiligt.

Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz

Das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH (DFKI) mit den Standorten Kaiserslautern, Saarbrücken, Bremen (mit Außenstelle Osnabrück) und einem Projektbüro in Berlin ist eine Forschungseinrichtung auf dem Gebiet der Softwaretechnologien. In der internationalen Wissenschaftswelt zählt das DFKI nach eigenen Angaben zu den wichtigsten 'Centers of Excellence' und ist derzeit gemessen an Mitarbeiterzahl und Drittmittelvolumen das weltweit größte Forschungszentrum auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz und deren Anwendungen. Das Finanzierungsvolumen liegt 2015 bei 41 Millionen Euro.

DFKI-Projekte adressieren das gesamte Spektrum von der anwendungsorientierten Grundlagenforschung bis zur markt- und kundenorientierten Entwicklung von Produktfunktionen. Aktuell forschen mehr als 450 Mitarbeiter und zusätzlich 350 studentische Mitarbeiter aus ca. 60 Nationen an Softwarelösungen mit den inhaltlichen Schwerpunkten Wissensmanagement, Cyber-Physical Systems, Multilinguale Technologien, Planbasierte Robotersteuerung, Robotics Innovation Center, Innovative Retail Laboratory, Institut für Wirtschaftsinformatik, Eingebettete Intelligenz, Intelligente Analytik für Massendaten, Intelligente Netze, Agenten und Simulierte Realität, Erweiterte Realität, Sprachtechnologie, Intelligente Benutzerschnittstellen, Innovative Fabriksysteme.

Dialog von Google mit der deutschen Spitzenforschung

"Wir wollen den digitalen Wandel gestalten, auch das Internet der Dinge zu unserem Vorteil nutzen. Die Partnerschaft von DFKI und Google bietet dabei gute Entwicklungschancen. Der richtige Umgang mit wachsenden Datenmengen ist ein zentrales Thema und betrifft den Schutz und die Sicherheit unserer Daten gleichermaßen. Der Dialog von Google mit der deutschen Spitzenforschung zu diesen wichtigen Themen kann dabei helfen, verlässliche und alltagstaugliche, aber auch verständliche und verbraucherfreundliche Lösungen für eine digitaler werdende Gesellschaft zu entwickeln", sagte Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka.

Prof. Dr. Wolfgang Wahlster, CEO DFKI: "Ich bin sicher, dass wir die Mobilität, das Wohnen und das Arbeiten der Zukunft mit der nächsten Generation autonomer Assistenzsysteme in Innovationsverbünden mit Google und anderen Marktführern aus unserem Gesellschafterkreis in der nächsten Dekade revolutionieren können, wenn wir die möglichen technologischen Durchbrüche im Bürgerdialog frühzeitig auf den erzielbaren Nutzwert und ihre breite Akzeptanz überprüfen."

(vg)