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Unternehmen & Marken
03.11.2015

Studie zum Gemeinwohl: dm genießt das höchste Ansehen

Die Drogeriekette dm liegt an erster Stelle des "Gemeinwohlatlas 2015" der HHL Leipzig Graduate School of Management/Universität St. Gallen. In einer repräsentativen Erhebung von mehr als 7.000 Personen im gesamten Bundesgebiet zum Gemeinwohlbeitrag von insgesamt 127 Unternehmen, öffentlichen Institutionen und NGOs führt das größte deutsche Drogerieunternehmen in der Kategorie Einzelhandel vor Edeka und Aldi Nord.

"Die Bürger differenzieren sehr genau, wenn es um ihre täglichen Einkäufe geht. Bemerkenswert ist unter anderem, dass heute auch Aldi in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist. Wenn es um Gemeinwohlverträglichkeit geht, tun sich die Deutschen hingegen schwer mit Amazon", sagt Studienleiter Prof. Dr. Timo Meynhardt, Inhaber des Dr. Arend Oetker Lehrstuhls für Wirtschaftspsychologie und Führung an der HHL Leipzig Graduate School of Management sowie Managing Director eines Forschungszentrums an der Universität St.Gallen.

Banken wird wenig Gemeinwohlinteresse zugeschrieben

Banken hingegen sind im Ranking weit abgeschlagen. Lediglich die Sparkassen und Volksbanken Raiffeisenbanken überzeugen. Weit hinten liegen die Targobank, die Commerzbank und die Deutsche Bank.

"Die lokale Verankerung spielt offensichtlich eine große Rolle im Bankensektor, wenn es um das Gemeinwohl geht. Dieses entsteht vor Ort. Gerade die Deutsche Bank steht mit ihrem Ergebnis vor einer immensen Herausforderung, sich den gesellschaftlichen Rückhalt wieder zu erarbeiten, den sie sich seit ihren Gründungstagen aufgebaut hatte", so Meynhardt.

BVB schlägt Bayern München

In der Kategorie der Fußballclubs führt Borussia Dortmund vor Bayer 04 Leverkusen, dem FC Bayern München, dem SV Werder Bremen, dem FC Schalke 04 und dem HSV.

Meynhardt: "Fußball entfaltet für vielen Menschen eine Kraft, die verbindet und tief in die Gesellschaft hinwirkt. Fußballklubs tragen effektiv zum Gemeinwohl bei. Bemerkenswert ist, dass auch hier der FC Bayern am stärksten polarisiert. Im Kerngeschäft leistet der Klub die beste Arbeit von allen, wird aber in der Anstandsdimension sehr kritisch betrachtet. Interessant auch: In der im Sommer 2015 durchgeführten Befragung wurde auch dem DFB eine sehr positive Rolle zugeschrieben, insbesondere wenn es um den Beitrag zum Zusammenhalt in Deutschland geht."

Gemeinwohl ist den meisten Deutschen wichtig

Laut der Studie steht das Gemeinwohl in Deutschland hoch im Kurs: 85 Prozent der Befragten sind besorgt, dass dem Thema in Deutschland zu wenig Beachtung geschenkt wird. Neun von zehn Befragten geben dabei an, eine klare Vorstellung davon zu haben, was unter Gemeinwohl zu verstehen ist. Fast ebenso viele sehen die Orientierung am Gemeinwohl für den langfristigen Erfolg einer Organisation als entscheidend an.

"Der GemeinwohlAtlas 2015 zeigt ein klares Bild: Die Feuerwehr, die unser Schutz- und Sicherheitsbedürfnis befriedigt, wird von den Befragten mit Abstand als die gemeinwohlförderlichste Organisation eingestuft. Am unteren Ende rangiert mit Abstand die Bild-Zeitung. Sie steht für den polarisierenden Boulevardjournalismus. Diese beiden Pole spannen gewissermaßen den Bogen und definieren die Atlasränder", sagt Meynhardt. "Trotz aller Kritik gibt es in Deutschland eine grundsätzliche positive Haltung gegenüber den Institutionen einschließlich der Wirtschaftsunternehmen. So hat VW ganz klar durch den Diesel-Skandal verloren, steht aber selbst jetzt noch positiver als viele andere dar. Zudem sehe zwei von drei Befragten in VW weiterhin ein deutsches Vorzeigeunternehmen."


Mehr zum Gemeinwohlatlas 2015 finden Interessierte hier.


(rh)