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Unternehmen & Marken
28.02.2017

Investitionen in Digitalisierung haben Priorität für CEOs

73 Prozent aller in Deutschland befragten CEOs planen in 2017 ihre Ausgaben für die digitale Transformation zu erhöhen. Allen voran stehen Investitionen in mobile Anwendungen und Big Data Analytics. Das zeigt die vierte jährliche Umfrage 'Global Retail & Consumer Goods CEO Viewpoint 2017: The Transformation of Retail', die PwC im Auftrag der JDA Software Group durchgeführt hat. Dafür wurden weltweit mehr als 350 Entscheidern aus den Bereichen Einzelhandel und Konsumgüter befragt. Demnach wollen weltweit 69 Prozent der Befragten dieses Jahr verstärkt in digitale Technologien investieren.

Der digitale Wandel als Treiber für Technologie-Investment

Interesasant ist, dass knapp die Hälfte der deutschen Umfrageteilnehmer (49 %) angab, noch nicht über eine digitale Strategie zu verfügen. Immerhin: Mehr als die Hälfte der deutschen Einzelhändler haben ihre Digitalstrategie schon aufgesetzt und fahren damit nach eigenen Angaben sehr gut. Sechs Prozent der deutschen Händler wiesen aber darauf hin, die Implementierung einer digitalen Strategie sei problematisch oder noch nicht von Bedeutung.

Schaut man auf die Technologien, in die investiert wird, stehen mobile Anwendungen (45 Prozent), Big Data (63 Prozent) und Social Media (45 Prozent) ganz oben auf der Agenda.

Probleme bei Omnichannel-Angeboten

Weitere Ergebnisse: 53 Prozent der deutschen CEOs planen, ihre Investitionen in Omnichannel-Angebote zu erhöhen. Denn für 45 Prozent der Befragten haben Online-Shop und stationäres Ladengeschäft keinen gegenseitigen negativen Einfluss auf den Gewinn.

Andererseits ist die Rentabilität der Auftragsabwicklung die größte Herausforderung: Nur zehn Prozent der Befragten in Deutschland gaben an, dass sie Kunden ein nahtloses Einkaufserlebnis über alle Kanäle hinweg anbieten. Für sie sind Omnichannel-Angebote zu komplex oder zu teuer, weshalb 47 Prozent der deutschen Einzelhändler angaben, hier noch auf getrennte Kanäle zu setzen.

Omnichannel-Angebote und Kundenretouren führen zu Ausgaben

74 Prozent der Befragten weltweit gaben an, dass insbesondere die Kosten für Kundenretouren einen negativen Einfluss auf ihren Gewinn haben. Dieses Bild setzt sich auch auf dem deutschen Markt fort: Für 45 Prozent der hiesigen Entscheider entstehen die meisten Probleme bei der Auftragsabwicklung. 49 Prozent gaben als Ursache für Mehrkosten beim Fulfillment Omnichannel-Konzepte an. Weitere 49 Prozent der Teilnehmer nannten Konzepte für die Verbesserung des Kundenerlebnisses in stationären Ladengeschäften als Kostentreiber.

Daher investieren Einzelhändler in eine Bestellabwicklung, da sie hier die größten Optimierungspotenziale sehen. Von besonderem Interesse sind Click & Collect-Angebote (Buy Online, Pick up in Store). Global betrachtet haben 51 Prozent der Umfrageteilnehmer bereits Click & Collect-Angebote implementiert oder wollen dies in den nächsten zwölf Monaten anbieten. In Deutschland setzen bereits 39 Prozent der Befragten auf Click & Collect-Konzepte.

Im Umkehrschluss sollen dafür Investitionen für die Abwicklung von Bestellungen gesenkt werden. Dazu gehören Services wie die Auslieferung am Tag der Bestellung (weltweit gesunken auf 33 Prozent gegenüber 43 Prozent in 2016) oder die Angabe spezifischer Lieferzeitfenster (weltweit gesunken auf 27 Prozent gegenüber 48 Prozent in 2016).

Umfragemethode

PwC führte die Umfrage Ende 2016 unter 351 Führungskräften in den Vereinigten Staaten, Mexiko, im Vereinigten Königreich, Deutschland, China und in Japan durch. 32 Prozent der Antworten kamen von Top 250-Händlern (>5 Mrd. USD Umsatz) und weitere 53 Prozent von Top 1.000-Händlern. Die Kurzfassung der JDA-Studie 'Global Retail & Consumer Goods CEO Viewpoint 2017' finden Sie hier.

(vg)