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Unternehmen & Marken
07.12.2017

Europäische Innovationszentren: Berlin folgt auf London

Die Bereitschaft, eine Firma zu gründen, ist in Berlin am größten. Damit übertrifft die deutsche Hauptstadt andere Metropolen wie Amsterdam, London und Dublin (Foto: HubSpot)

Auf der Suche nach einem Standort lassen sich Unternehmensgründer häufig in Großstädten nieder. In der europaweiten Wahrnehmung ist London dabei offenbar die beliebteste Adresse. Mehr als ein Drittel (37 %) der Einwohner verschiedener europäischer Großstädte bezeichnet die britische Hauptstadt als ein aktuelles Start-up- und Innovationszentrum. Berlin folgt mit 16 Prozent auf Rang 2. Als weniger innovativ gelten Dublin (6 %), Amsterdam (5 %) und Paris (3 %). Das ergab die Studie 'European Tech Hubs' des Software-Anbieters HubSpot mit Deutschlandsitz in Berlin. Für die Untersuchung wurden von September bis November 2017 insgesamt 3.086 Menschen aus Berlin, London, Paris, Dublin und Amsterdam, die in der jeweiligen Stadt leben und/oder arbeiten, nach ihrer Meinung zur lokalen Technologie- und Start-up-Szene befragt.

Laut der Studie herrscht in Berlin ein positives Klima für Unternehmensgründer: So standen Start-ups in der deutschen Hauptstadt im Jahr 2015 insgesamt 436 Millionen Euro für Anschubfinanzierungen zur Verfügung. Das ist bedeutend mehr als in den Vergleichsstädten London (371 Mio.), Paris (309 Mio.), Amsterdam (137 Mio.) und Dublin (58 Mio.). Dieser Standortvorteil spiegelt sich auch in der eigenen Wahrnehmung der Einwohner wieder: 88 Prozent der Berliner halten die Spree-Metropole für einen wettbewerbsfähigen Standort, um ein neues Unternehmen zu gründen. Auch die Befragten aus London (87 %), Paris (82 %) und Amsterdam (89 %) halten ihre eigene Stadt für konkurrenzfähig im internationalen Vergleich. In Dublin ist man am wenigsten optimistisch (77 %).

Fast jeder zweite Berliner an Gründung eigener Firma interessiert

Nach Angaben von Hubspot ist die Bereitschaft, in Berlin eine eigene Firma zu gründen, unter allen untersuchten Städten am größten: 59 Prozent der dort befragten Einwohner können sich mit diesem Gedanken anfreunden. Damit übertrifft Berlin andere Metropolen wie Amsterdam (55 %), London (55 %), Dublin (47 %) und Paris (42 %). Zudem kann sich mehr als die Hälfte der Befragten in allen Städten einen Job bei einem Start-up vorstellen (Berlin 54 %, Dublin 55 %, Paris 62 %, Amsterdam 68 % und London 73 %). Einer der größten Treiber für den Wechsel zu einem Start-up ist in allen fünf Städten die Innovationskraft  junger Unternehmen (Berlin 81 %, Amsterdam 84 %, Dublin 85 %, Paris 86 % und London 89 %). Als Anreiz nennen vier von fünf Berlinern außerdem 'mehr Eigenverantwortung'. Darüber hinaus fühlen sie sich von dem agilen Umfeld (81 %) sowie der Möglichkeit, ein eigenes Team aufzubauen (77 %), angezogen.

Regulierungen stellen für Berliner Start-ups kein Hindernis dar

Die Mehrheit der Berliner sind den Studienautoren zufolge mit den gesetzlichen Rahmenbedingungen für Start-ups in ihrer Stadt zufrieden: Nur knapp zwölf Prozent der Berliner Teilnehmer beklagen, dass Regulierungen den Aufbau eines Start-ups erschwere, weitere 28 Prozent sehen dies mehr oder weniger als Hemmschwelle. Im internationalen Vergleich schätzen Einwohner anderer Großstädte die Situation für Start-ups deutlich schlechter ein: So bemängeln insgesamt fast 72 Prozent der Pariser Befragten zu starke staaliche Eingriffe. Teilnehmer aus Dublin (61 %), London (53 %) und Amsterdam (53 %) sehen dies ebenso mehrheitlich kritisch.



(mak)