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Unternehmen & Marken
01.02.2018

61 Prozent der Verbraucher wollen zukünftig grüne Mode kaufen

Jeder zweite junge Verbraucher kann sich vorstellen, zukünftig faire Mode zu kaufen (Quelle: Appinio)

In vielen Produktgruppen achten Verbraucher zunehmend darauf, wie diese produziert werden und legen Wert auf Nachhaltigkeit. Bei Textilien ist ihnen dieses Thema aber weniger wichtig: Nur jeder zehnte junge Deutsche achtet beim Kleidungskauf auf faire Herstellung oder Nachhaltigkeit. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie zum Thema 'Faire und nachhaltige Mode' der Meinungsforschungsplattform Appinio mit Hauptsitz in Hamburg. Für die Untersuchung wurden im Januar 2018 insgesamt 1.000 Verbraucher zwischen 14 und 34 Jahren.

Laut der Studie ist beim Kauf von Kleidung vor allem Aussehen wichtig: 70 Prozent der Männer und 78 Prozent der Frauen geben an, ihre Entscheidung von der Optik abhängig zu machen. Genauso wichtig ist den Verbrauchen der Preis: Für 75 Prozent der Kundinnen spielt dieser Faktor eine große Rolle, bei den Männern sind es 58 Prozent. Auf den weiteren Plätzen im Ranking der wichtigsten Kaufkriterien folgen Qualität, Komfort, Marke und Material sowie aktuelle Trends.

Zahlungsbereitschaft für Fair Fashion steigt

Obwohl das Thema Nachhaltigkeit bei der Kaufentscheidung eine nachgeordnete Bedeutung spielt, ist es vielen Verbrauchern aber offenbar nicht ganz egal: 51 Prozent der weiblichen Shopper haben zumindest ab und an ein schlechtes Gewissen beim Kauf von 'Fast Fashion' (schneller Wechsel der Kollektionen). Bei den Männern sind es mit 40 Prozent etwas weniger.

Nach Angaben von Appinio wollen aber einige junge Verbraucher ihr Konsumverhalten in Zukunft wohl ändern: 23 Prozent der Befragten möchte in Zukunft auch mal zu nachhaltiger Mode greifen, 38 Prozent können es sich zumindest vorstellen. Ein Drittel der Befragten ist hingegen eher skeptisch. Für acht Prozent ist dies keine Option.

Für Mode, die unter fairen Bedingungen hergestellt wurde, ist ein Teil der Kunden auch bereit, mehr zu zahlen: 41 Prozent der jungen Verbraucher können es sich vorstellen, für fair gehandelte Kleidung tiefer in die Tasche zu greifen. Besonders nachhaltige Mode ist für 37 Prozent ein Grund, mehr zu bezahlen.

Nachhaltigkeit: Materialen und Verarbeitung haben den höchsten Stellenwert

Zudem hat Appinio gefragt, was junge Verbraucher überhaupt unter nachhaltiger Mode, Fair Fashion und Öko-Mode verstehen. Am häufigsten nannten die Konsumenten in diesem Zusammenhang die Merkmale 'nachhaltige Materialien' und 'umweltfreundliche Verarbeitung' (jeweils 62 %). Knapp die Hälfte (48 %) der Befragten assoziiert zudem die Verwendung von recycelten Materialien mit nachhaltiger Mode. Existenzsichernde Löhne und hohe Arbeitsstandards für Näher sowie der Verzicht auf Pestizide verbinden jeweils etwa 37 Prozent mit nachhaltiger Kleidung. Seltener genannt wurde Hautfreundlichkeit (25 %), das Verbot von Gentechnik (23 %), die Produktion in Deutschland (19 %) sowie die Verwendung veganer Materialien (16 %).


(mak)