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Unternehmen & Marken
09.03.2018

Unternehmen erwarten mehr Umsatz durch Digitalisierung

Die Digitalisierung zahlt sich für die Unternehmen auf der Umsatzseite nur langsam aus: Erst 52 Prozent der Firmen im deutschsprachigen Raum können erste Umsatzsteigerungen auf die Digitalisierung zurückführen, unabhängig von der Höhe. Die Mehrheit (60 %) der Entscheider erhofft sich aber für die nächsten Jahre relevante Umsatzsteigerungen durch die fortschreitende Digitalisierung, wie eine Umfrage von Horváth & Partners, Stuttgart, unter mehr als 200 Managern deutschsprachigen Unternehmen zeigt.
 
Demnach konnten nahezu alle Unternehmen durch digitale Maßnahmen ihre Produktivität steigern beziehungsweise Kosten senken. Am häufigsten gelang dieses typisch betriebswirtschaftliche Ziel branchenübergreifend im Bereich IT, gefolgt von Logistik/Supply Chain, Produktion sowie Vertrieb. Jedes zweite Unternehmen konnte durch digitale Maßnahmen außerdem seine Produkt- und Servicequalität verbessern.

Der größte Vorteil wird darin gesehen, Kundenbedürfnisse besser kennen und erfüllen zu können. Dahinter rangieren Zeitvorteile: Schnellere Lieferzeiten und schnellere Fertigungszeiten. Die Digitalisierung leistet damit bereits einen großen Beitrag zur Unternehmenswertschöpfung. Dessen sind sich neun von zehn Entscheidern auch bewusst.
 
Neue Geschäftsmodelle häufig noch Fehlanzeige

Wenig Einfluss hatte die Digitalisierung bisher auf das Produktportfolio der Unternehmen. Lediglich 37 Prozent geben an, dass sie heute andere Produkte vertreiben als noch vor dem digitalen Wandel. Neue Zielmärkte, ein neues Erlösmodell oder weitere Kundensegmente haben sich ebenfalls für weniger als die Hälfte der Unternehmen durch den digitalen Wandel aufgetan.
 
Über die Studie

Für die Studie 'Digital Value 2018 – der Beitrag der Digitalisierung zur Wertschöpfung' wurden im Auftrag von Horváth & Partners rund 210 Entscheider auf C-Level, C-1 sowie Digitalisierungsentscheider befragt. Das Marktforschungsinstitut Krämer führte im August 2017 Telefoninterviews durch. Die Teilnehmer der Studie stammen aus Unternehmen ab 500 Mitarbeitern und mit einem Jahresumsatz ab 250 Millionen Euro in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
 

(vg)