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Unternehmen & Marken
17.04.2018

Verbrauchervertrauen: Positive Stimmung steigert die Kauflaune

Die Deutschen blicken so optimistisch in die Zukunft wie noch nie. Das zeigt der 'Verbrauchervertrauensindex', der im vierten Quartal 2017 hierzulande auf einem Rekordniveau von 103 Indexpunkten liegt. Das Verbrauchervertrauen ist damit im Vorjahresvergleich nochmals um zwei Indexpunkte gestiegen und liegt aktuell 16 Punkte über dem europäischen Durchschnitt von 87 Punkten. So liegt Deutschland im Europa-Ranking auf Platz fünf. Optimistischer sind nur die Dänen (116 Punkten), die Türken (112 Punkte), die Tschechen (104 Punkte) und die Polen (104 Punkte) ins Jahr 2018 gestartet.
 
Das ist das Ergebnis der Studie zum Verbrauchervertrauen von Nielsen, Frankfurt. Der 'Verbrauchervertrauensindex' bildet die Einschätzung der Verbraucher zu ihren Job-Aussichten, ihrer persönlichen finanziellen Situation und ihrer Bereitschaft ab, Geld auszugeben – immer mit Blick auf die kommenden zwölf Monate. Weltweit untersucht Nielsen seit 2005 das Verbrauchervertrauen in 64 Ländern. Die aktuelle Erhebung fand vom 8. bis 23. November 2017 statt. Dabei wurden mehr als 32.000 regelmäßige Internetnutzer befragt.

Kleidung, Urlaub, Freizeit: Die Deutschen sind in Kauflaune
 
So sind im vierten Quartal 2017 insgesamt 52 Prozent der Deutschen der Ansicht, dass 2018 eine gute Zeit ist, Geld auszugeben. Dieser Wert ist im Vorjahresvergleich um zwei Prozent gestiegen (Q4 2016: 50 Prozent). Im europäischen Durchschnitt sehen 37 Prozent das Jahr 2018 als guten und sehr guten Zeitpunkt zum Geldausgeben. Auch dieser Wert ist im Jahresvergleich gestiegen (Q4 2016: 34 Prozent).
 
Nachdem die Bundesbürger ihre Lebenskosten gedeckt haben, füllen 51 Prozent der Verbraucher ihre Einkaufstüten am liebsten mit neuer Kleidung oder geben ihr Geld für den Urlaub aus (45 Prozent). An dritter Stelle folgen Ausgaben für Freizeitaktivitäten (28 Prozent) und Heimwerkerbedarf oder Dekorationen (28 Prozent). Sparen liegt dagegen bei den Deutschen weiterhin nicht hoch im Kurs. Lediglich 27 Prozent der Deutschen denken daran, Geld zur Seite zu legen. 
 
Job-Optimismus auch auf Rekordniveau
 
Die gute Verbraucherstimmung spiegelt sich auch im Job-Optimismus der Deutschen wider und lässt diesen auf ein Rekordlevel klettern. 67 Prozent der Bundesbürger bewerten ihre Job-Aussichten im Jahr 2018 als gut oder sehr gut. Rückblickend auf die letzten acht Jahre ist die Bewertung der eigenen Beschäftigungsaussichten damit um 20 Prozent angestiegen (Q4 2010: 47 Prozent) und damit aktuell so hoch wie nie.
 
Aber auch im europäischen Vergleich zeigt sich: Die Zuversicht beim Thema Job nimmt zu. Der europäische Durchschnitt bewertet die eigenen Job-Aussichten zu 38 Prozent als gut oder sehr gut. Im Vorjahresvergleich hat dieser um sieben Prozent zugelegt.
 
Positiver Blick auf eigene Finanzen
 
Aber nicht nur beim Verbrauchervertrauen und beim Job-Optimismus liegen die Deutschen über dem europäischen Durchschnitt und sind Spitzenreitern wie Dänemark oder der Türkei auf der Spur. Auch beim Blick auf die eigenen Finanzen sind die Deutschen positiver gestimmt als Verbraucher in anderen europäischen Ländern. Mit 54 Prozent schätzen über die Hälfte der Deutschen ihre eigene finanzielle Situation als gut oder sehr gut ein, während der Europadurchschnitt hier aktuell 46 Prozent beträgt. Damit ist die Einschätzung der eignen finanziellen Lage im Vorjahresvergleich allerdings um drei Prozent gesunken.

(vg)