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Unternehmen & Marken
14.06.2018

VW, BMW und Daimler sind innovativste Automobilkonzerne

Volkswagen bleibt der weltweit innovativste Automobilkonzern, BMW schiebt sich auf Rang zwei vor und Daimler belegt den dritten Platz: Das ist das Ergebnis der diesjährigen 'AutomotiveInnovations Awards', einer gemeinsamen Veranstaltung des Center of Automotive Management (CAM) und der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC. Konzernweit kamen die Wolfsburger auf 232 Einzelinnovationen, wovon 45 sogar als weltneu klassifiziert werden können. Dazu gehörte der Plug-in-Hybrid im Porsche Panamera ebenso wie der Nothalte-Assistent des VW Arteon oder die aktive Ausstiegswarnung bei Audi.  

"Trotz der vielen öffentlich diskutierten Herausforderungen herrscht in der deutschen Automobilbranche auch weiterhin eine vorbildliche Innovationskultur. Das ist nicht nur positiv fürs Image – sondern insbesondere im Premiumbereich eine wichtige Voraussetzung, um die weltweite Spitzenposition erfolgreich zu verteidigen", sagte Felix Kuhnert, Global Automotive Leader bei PwC. Denn chinesischen Hersteller würden der westlichen Konkurrenz nicht mehr nur nacheifern, sondern sie mit eigenen Neuerungen offen herausfordern. "Gerade in den großen Schwellenländern, aus denen in den nächsten Jahren das globale Wachstum kommen wird, legen die Autokäufer immensen Wert auf zeitgemäße Modelle. Die deutschen Autokonzerne tun darum gut daran, ihr beeindruckendes Innovationstempo beizubehalten."

Warum VW, BMW und Daimler eigentlich fast gleichauf waren

Auf den ersten Blick war die Differenz zwischen Volkswagen (196 Innovationspunkte) einerseits sowie BMW (115 Punkte) und Daimler (110 Punkte) andererseits eklatant. Tatsächlich relativiert sich der Abstand aber dadurch, dass der VW-Konzern "durch seine vielen Marken und ein geschicktes Innovationsmanagement mehr Neuerungen auf den Markt bringt als die beiden anderen großen deutschen Automobilkonzerne", erläuterte CAM-Direktor Prof. Dr. Stefan Bratzel.

Auf Markenebene ergibt sich dagegen eine andere Reihenfolge: In der Kategorie Premiummarken ließen BMW und Daimler die Volkswagen-Tochter Audi in diesem Jahr sogar hinter sich. Dabei überzeugten die Münchner unter anderem mit ihrem automatischen BatterieladeService im 530e iPerformance und mit ihrem neuen On-Street-Parking-Service.

Die Auszeichnung für das innovativste Modell heimste Audi ein – und zwar für den A8, der es dank zahlreicher Weltneuheiten ganz allein auf 50 Punkte brachte. Daimler erhält die Auszeichnung in der Kategorie Mobilitätsdienstleistungen, vor allem aufgrund starker Mobility Services wie Car2Go, MyTaxi oder Moovel. 

Tesla nicht mehr unter der Top 3

Zu den positiven Überraschungen der Innovationstätigkeit gehörten laut den Studienautoren Honda und Ford, die sich bei den Volumenmarken hinter VW die weiteren Podestplätze sicherten. Der amerikanische Elektroauto-Pionier Tesla, im vergangenen Jahr noch auf Gesamtrang drei, landete diesmal lediglich zu Platz fünf. In der Kategorie 'Innovationsstärkste alternative Antriebe' belegte Tesla trotzdem Platz eins unter den Premiummarken. Zu den weiteren Einzelsiegern gehörten Chevrolet ('Fahrzeugkonzepte/Volumenmarke') und Nissan ('Vernetzung/Volumenmarken').

Beste Zulieferer: Continental, Bosch, Faurecia und Aptiv
 
Bei den Zulieferern wurden insgesamt vier Awards vergeben. Im Bereich 'Chassis, Karosserie und Exterieur' überzeugte Continental mit seinem ContiSense-Reifenkonzept. Der Clou hierbei: Durch Sensoren in einem leitfähigen Gummigemisch können die Reifen schneller als bislang Daten zu Temperatur, Profiltiefe und möglichen Schäden melden. Die Kategorie Antrieb gewann der französische Faurecia-Konzern für seine Euro-6-Nachrüstung BlueFit.

In der Kategorie 'Automatisiertes Fahren und Fahrerassistenzsysteme' setzte sich Bosch mit seiner 'Radar Road Signature' durch. Hierbei handelt es sich um eine neuartige Alternative zur video-basierten Fahrzeuglokalisierung. Im Bereich 'Interieur und Interface' sicherte sich der Wuppertaler Zulieferer Aptiv für seine 'Aptiv Connected Services Plattform' den Award, die von der Jury insbesondere für ihre "intelligente Selektion relevanter Fahrzeug- und Umgebungsdaten" ausgezeichnet wurde.

Mehr über den Award lesen Sie hier.

Sieger der einzelnen Kategorien

Innovationsstärkster Automobilkonzern und Innovationsstärkste Volumenmarke: Volkswagen AG und Volkswagen

Innovationsstärkste Premiummarke: BMW

Innovationsstärkstes Modell für den Audi A8: Audi

Innovationsstärkste Premiummarke "Alternative Antriebe": Tesla

Innovationsstärkste Volumenmarke "Alternative Antriebe": Volkswagen

Innovationsstärkste Volumenmarke "Konventionelle Antriebe": Volkswagen

Innovationsstärkste Premiummarke "Konventionelle Antriebe": Mercedes-Benz

Innovationsstärkste Volumenmarke „Fahrzeugkonzepte und Karosserie“: Chevrolet

Innovationsstärkste Premiummarke „Fahrzeugkonzepte und Karosserie“: BMW

Innovationsstärkste Volumenmarke „Autonomes Fahren und Sicherheit“: Volkswagen

Innovationsstärkste Premiummarke „Autonomes Fahren und Sicherheit“: Audi

Innovationsstärkste Volumenmarke "Interface und Vernetzung": Nissan

Innovationsstärkste Premiummarke "Interface und Vernetzung": BMW

Mobilitätsdienstleistungen: Daimler AG

Innovationsstärkster Automobilzulieferer "Antrieb": Faurecia S.A.

Innovationsstärkster Automobilzulieferer "Chassis, Karosserie und Exterieur": Continental AG

Innovationsstärkster Automobilzulieferer "Automatisiertes Fahren und Fahrerassistenzsysteme": Robert Bosch GmbH

Innovationsstärkster Automobilzulieferer "Interieur und Interface": Aptiv PLC

(vg)