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Unternehmen & Marken
14.06.2018

Verunsicherung der Konsumenten im Netz steigt

Verbraucher fühlen sich im digitalen Raum zunehmend unsicher, während die Zahl erlebter Sicherheitsvorfälle nahezu konstant bleibt. Das zeigen die Ergebnisse des 'DsiN-Sicherheitsindex 2018', der von der Initiative Deutschland sicher im Netz (DsiN) mit dem Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz und dem Studienpartner Kantar TNS vorgestellt wurde. Der DsiN-Index verschlechtert sich leicht auf 60,9 Punkte (2017: 61,1 Punkte).

Auffällig ist demnach eine wachsende Kluft der IT-Sicherheitslage zwischen unterschiedlichen Verbrauchergruppen in Deutschland: Während die Gruppe der souveränen Nutzer mit Werten zwischen 68,5 Punkten und 71,7 inzwischen gut abschneidet, liegen über die Hälfte aller Onliner deutlich darunter: Fatalisten landen mit 50,8 Punkten nur geringfügig über dem kritischen Schwellenwert von 50 Indexpunkten. Außenstehende drohen mit 45,3 Punkten (2017: 49,4 Punkte) bei IT-Sicherheit abgehängt zu werden. Auch Gutgläubige sind mit 57,6 Punkten gefährdet.

Verbraucher benötigen mehr Unterstützung im Internet

"Wir sehen einen deutlichen Aufklärungsbedarf, um sicheres Verhalten in der Bevölkerung zu fördern und Unsicherheiten abzubauen", erklärte der DsiN-Vorstandsvorsitzende Dr. Thomas Kremer. "Um digitale Kompetenzen zu vermitteln, brauchen wir das Engagement aller Akteure. Deswegen startet DsiN einen Dialog, der bekannte und neue Stakeholder aus Wirtschaft und Gesellschaft zusammenführt, um mit der Politik gemeinsame neue Aufklärungsfelder zu identifizieren und zu gestalten."

Der Index zeigt auch im Fünfjahrestrend einen steigenden Bedarf nach digitaler Unterstützung in der Bevölkerung. Derzeit bedürfen mehr als die Hälfte aller Onliner (55 Prozent) zusätzlicher Hilfestellungen. 

Aus Sicht der Initiative DsiN geht es darum, Menschen künftig verstärkt im Lebensalltag zu erreichen – in Familie, Vereinen, Schule und Beruf. Laut DsiN-Sicherheitsindex wünschen sich zwei Drittel der Verbraucher eine konkrete Ansprache in Beruf oder Schule. 56 Prozent besprechen digitale Fragestellungen im Umfeld von Familie, Freunden und Bekannten.

Bildung 4.0: Aufklärungsarbeit entlang der gesamten Lernkette

Im Fünfjahrestrend zeigt der DsiN-Sicherheitsindex zwar eine Zunahme der Schutzkompetenzen. Diesen stehen jedoch noch stärker wachsende Anforderungen an IT-Sicherheit und Datenschutz gegenüber. Auch hat sich die Diskrepanz zwischen Sicherheitswissen und ihrer Umsetzungsbereitschaft im Alltag erhöht.

Digitale Begegnungen und Netzwerke: Sicherheitsbedenken

Als Fokusthema 2018 des DsiN-Sicherheitsindex wurden Verbraucher zu ihren Erfahrungen mit sozialen Netzwerken befragt. Etwa die Hälfte empfindet konkrete Vorteile durch die Nutzung sozialer Plattformen. Zwei Drittel der Nutzer sorgen sich um die Sicherheit. Sieben Prozent der Befragten gaben an, bereits Opfer von Mobbing, Belästigung und Rufschädigung im Internet geworden zu sein.

Über den DsiN-Sicherheitsindex

Der DsiN-Sicherheitsindex wurde im Rahmen einer repräsentativen Umfrage unter 2007 Internetnutzern durch Kantar TNS im Auftrag von Deutschland sicher im Netz erstellt. Er wird jährlich erhoben, um die digitale Sicherheitslage der Verbraucher in Deutschland zu ermitteln.

(vg)