Zum Markenverband
Die Stimme der Markenwirtschaft



Twitter

MARKENARTIKEL zwitschert jetzt.
Folgen Sie uns @markenartikler


Sie suchen einen Corporate Publisher?

Im CP GUIDE finden Sie die passenden Partner und Dienstleister für Ihre Corporate-Communications-Projekte, schnell, unkompliziert, aussagekräftig. mehr



Unternehmen & Marken
09.11.2018

Regelmäßige Überprüfung der Kundenstammdaten wichtig

Stammdaten stellen einen kritischen Faktor für den Unternehmenserfolg dar. 95 Prozent der Fach- und Führungskräfte aus dem Handel und der Konsumgüterindustrie schätzen den Wertbeitrag eines Master Data Management (MDM) für ihr Unternehmen als hoch ein. Allerdings überprüft weniger als ein Drittel seine Stammdaten mindestens einmal monatlich. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC, Düsseldorf, an der 113 Hersteller und Handelsunternehmen von Konsumgütern teilgenommen haben.

Die größten technischen Herausforderungen im MDM sind laut Befragung die zunehmende Komplexität durch die Verschmelzung von Vertriebskanälen (51 Prozent), die Schaffung einer geeigneten Daten-Infrastruktur (49 Prozent) und die Ablösung alter Systeme und Desintegration von Systemen (47 Prozent).

Schneller auf die Anforderungen von Markt und Kunden reagieren

Die wichtigsten Ziele, die Unternehmen mit ihrem Datenmanagement verfolgen, sind eine schnellere Reaktionszeit auf Markt- und Kundenanforderungen (43 Prozent), höhere Qualität der Informationsversorgung (41 Prozent) und verbesserte Geschäftsprozesse (35 Prozent).

"Überrascht hat uns, dass die befragten Firmen der Erfüllung von Compliance-Anforderungen mit 18 Prozent Nennungen eine vergleichsweise geringe Relevanz zusprechen. Das ist besorgniserregend. Wer die Compliance vernachlässigt, riskiert Reputations- und Kundenverluste", so Marcus Messerschmidt, verantwortlicher Partner für Data Governance bei PwC.

Mehrheit organisiert Datenmanagement auf Konzernebene

Mit Blick auf die Organisationsstufen, auf denen das MDM angesiedelt ist, hat sich eine knappe Mehrheit der befragten Unternehmen (52 Prozent) für die Konzernebene entschieden. "Einen einheitlichen Königsweg für alle Unternehmen kann es bei der organisatorischen Verankerung nicht geben. Unserer Erfahrung nach funktioniert das Stammdatenmanagement aber umso besser, je höher das Thema auf den Berichtsebenen angesiedelt und verantwortet wird", erläutert Jan Stüben, Datenmanagement-Experte bei PwC.

Dafür spreche nicht zuletzt die Qualität: Ein zentral organisiertes Stammdaten-Management liefert laut Studie die bestmögliche Datenqualität. 94 Prozent der Unternehmen mit zentraler Zuständigkeit beurteilen die Qualität ihrer Artikel- und Produktdaten mit sehr gut oder gut. Ist das Thema auf Teilkonzern- oder Geschäftsbereichsebene verortet, bewerten die Unternehmen die Datenqualität mit 75 Prozent Sehr-gut- oder Gut-Nennungen deutlich schlechter.

Datenqualität zu selten auf dem Prüfstand

Unternehmen kontrollieren laut Studie die Qualität ihrer Daten nicht regelmäßig genug. Nur 35 Prozent überprüfen ihre Produktstammdaten mindestens einmal monatlich. Die Kundenstammdaten prüfen sogar nur 28 Prozent in diesem Rhythmus. Jeweils fast die Hälfte der Unternehmen erledigt dies mindestens halbjährlich. Der Rest leistet sich längere Intervalle.

Vielzahl von Herausforderungen bewirkt signifikanten Investitionsbedarf

Angesichts der Vielzahl der Herausforderungen und Ziele sind weitere deutliche Investitionen in das Thema MDM zu erwarten. Mit Blick auf die Zukunft erwartet die große Mehrheit der Unternehmen (89 Prozent), dass die Digitalisierung die Unternehmensstrukturen verändern wird, das Datenmanagement eine höhere Priorität erfährt (98 Prozent) und die Investitionen dafür steigen (92 Prozent).

(vg)