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Unternehmen & Marken
07.02.2019

Wie Start-ups den Süßwarenmarkt mit neuen Ideen aufrollen

Bio, vegan, zuckerfrei, nachhaltig: Die großen Ernährungstrends wirbeln auch die Süßwarenbranche durcheinander. Wir haben Gründer von vier Start-ups gefragt, mit welchen Konzepten sie den Markt aufmischen und gegen die Branchenriesen bestehen wollen. Rebecca Göckel, Gründerin der veganen Eismarke Nomoo, Lisa Böhm, Gründerin von Holy Shocolate, sowie Matthias Coufal, Gründer des Snackanbieters Hans Brainfood, und Verena Ballhaus-Riegler, Gründerin von Foodloose geben Auskunft.

markenartikel: Zucker und Kalorien gelten in manchen Kreisen der Gesellschaft zunehmend als verpönt – der Trend zur gesünderen Ernährung ist damit auch in der Süßwarenbranche angekommen. Wie reagieren Sie mit Ihren Produkten auf dieses veränderte Verbraucherverhalten?
Lisa Böhm: Unsere Produkte entstanden aus der Thematik, dass ich ein Jahr lang auf Zucker verzichten musste. In dieser Zeit habe ich festgestellt, wo überall Zucker drin ist, meistens übrigens unnötigerweise. Dennoch wollte ich nicht ein Leben lang auf Süßes verzichten. Es gibt gute, natürliche Alternativen zum Süßen, die mitunter sogar positive Nebeneffekte auf den Organismus haben. Wir haben daher eine Schokolade kreiert, die man mit gutem Gefühl essen kann, weil die Inhaltsstoffe die Vitalität fördern und den Zellen wertvolle Nährstoffe geben, anstatt den Körper zu belasten.
Rebecca Göckel: Viele Konsumenten fragen uns, ob der Zucker im Eis nicht wegfallen könnte. Dieser erfüllt allerdings drei wichtige Punkte: Er ist wichtig für die Konsistenz, den Geschmack und senkt den Gefrierpunkt. Ohne Zucker wäre ein Eis steinhart – man könnte es kaum portionieren oder löffeln. Auf andere Süßungsalternativen umzusteigen, würde bedeuten, Abstriche im Geschmack und auch in der Konsistenz machen zu müssen. Letztlich würde auch der Verkaufspreis steigen.

markenartikel: Wenn Zucker für Eis unverzichtbar ist, wie dann grenzen Sie sich von anderen Marken ab?
Göckel: Generell bin ich der Meinung, dass Süßwaren nicht als gesund betitelt werden sollten, denn sie sind und bleiben ein Genussmittel. Wir versuchen den Konsumenten aber ein gesünderes Genussmittel anzubieten. Deswegen besitzt unser Eis eine extrem schlanke Zutatenliste, für die nur natürliche Ingredienzien verwendet werden.
Verena Ballhaus-Riegler: Auch wir haben von Anfang an nur natürliche Zutaten verwendet, auch keine Füllstoffe oder irgendwelche Aromen. Das hat für uns oberste Priorität und ist tief in unserem Verständnis von gesunder Ernährung verankert.
Matthias Coufal: Wir verwenden in unseren Produkten keinen raffinierten Zucker, sondern Honig. Uns war es wichtig, dass wir ein Naturprodukt verwenden und eben keinen zuckerfreien Sirup, da uns die meisten geschmacklich nicht überzeugen konnten. Und bald werden wir unseren ersten zuckerfreien veganen Riegel auf den Markt bringen. Unsere Brainfood-Pulver zum Untermischen sind ohnehin schon zuckerfrei und vegan.

markenartikel: Und welches Geschäftsmodell verfolgen Sie dabei konkret? Mit welchen Produkten und Botschaften also wollen Sie sich vom Markt und anderen Anbietern abgrenzen?
Coufal: Natürliches Brainfood, so lautet ganz klar unser USP. Damit greifen wir den Megatrend Functional Food auf, bei dem wir aber auf natürliche Zutaten setzen. Die Leute wollen beim Essen einen Mehrwert haben. Unsere Produkte haben alle wichtigen Aminosäuren, Omega-3-Fettsäuren und B-Vitamine. Damit wird der Hirnstoffwechsel in Schwung gebracht. Dazu verwenden wir ein regional erzeugbares Superfood: Hanf. Wir schälen die Samen und verwenden sie als Hauptzutat in unseren Riegeln. Der Riegel ist das erste Produkt einer ganzen Reihe, die allesamt unseren USP widerspiegeln. Darunter werden sich pflanzliche Proteinpulver ebenso befinden wie Nahrungsergänzungsmittel.

Welche Rolle für die Start-ups das Thema Markenführung spielt, wie sich die Gründer für den wachsenden Konkurrenzdruck wappnen und welche Ziele sie sich gesetzt haben, lesen markenartikel-Abonnenten im vollständigen Interview in Ausgabe 1-2/2019, die auch als App gelesen werden kann. Weitere Informationen zum Inhalt finden Sie hier.

(vg)