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Unternehmen & Marken
14.03.2019

Plastikmüll und Plastikvermeidung Top-Thema in Social Media

Stetiger Anstieg: Online-Beiträge zwischen Januar 2015 und Dezember 2018 (Quelle: Brandwatch)

Verbraucher sprechen vor allem negativ über Getränkeverpackungen und Flaschen (Quelle: Brandwatch)

Sentimentanalyse: Engagement von Edeka wird positiv bewertet (Quelle: Brandwatch)

Die Vermeidung von Plastikverpackungen sowie der unnötige Einsatz von Verpackungsmüll im Lebensmitteleinzelhandel sind zu einem Trendthema im Social Web avanciert. Innerhalb der vergangenen drei Jahren stieg der Anteil der Gespräche kontinuierlich an, sowohl im Social Web als auch im Web allgemein. So gab es im Jahr 2018 durchschnittlich 340 Online-Beiträge pro Tag zum Thema Plastikverpackung und Plastikmüll. Zum Start der Analyse lag der Anteil gerade einmal bei 68 Postings pro Tag.

Das zeigt eine Report von Brandwatch. Das Unternehmen analysierte im deutschsprachigen Raum mithilfe der Social-Listening-Plattform Brandwatch Analytics, wie im Social Web über das Thema Plastikverpackungen im Zusammenhang mit Lebensmitteln gesprochen wird. In der Analyse wurden öffentliche Gespräche aus sozialen Netzwerken wie Twitter, Instagram und Facebook berücksichtigt, zudem auch Online-News, Foren und Blogs. Der Untersuchungszeitraum der Analyse war vom 1.1.2015 bis zum 31.12.2018. In diesem Zeitraum wurden mehr als 250.000 deutschsprachige öffentlich verfügbare Online-Beiträge analysiert.

Hashtags: #Nachhaltigkeit, #zerowaste, #unverpackt und #Kaffee
 
Bei einem Blick auf die meistgenutzten Hashtags zeigt sich, dass neben viralen Hashtags wie #Nachhaltigkeit, #zerowaste und #unverpackt vor allem #Kaffee auf Platz 2 der meist verwendeten Hashtags zum Thema Plastikverpackung hervorsticht. Gerade der Kaffee in Einwegbecher, bekannt als Coffee-to-go, ist im Social Web ein heiß diskutiertes Thema und für Nutzer ein Synonym für unnötigen Plastikmüll.

Sentimentanalys: Getränkeverpackungen in der Kritik

Um ein besseres Verständnis darüber zu erhalten, wie Verbraucher über Plastikverpackungen von Lebensmitteln im Einzelhandel sprechen, führte Brandwatch eine tiefergehende Analyse durch. Das Team in Berlin untersuchte im ersten Schritt, über welche Produktkategorien und Lebensmittel am meisten diskutiert wurde. Im Anschluss daran folgte eine Sentimentanalyse und es wurden alle Beiträge zu einem Thema gegenübergestellt. 

Am häufigsten tauschen sich Verbraucher zu Getränkeverpackungen und Flaschen aus. Diese Kategorie ist in der Sentimentanalyse die am zweitnegativsten besprochene nach Süßigkeiten. Zum Thema Verpackungsmaterialien von Käseprodukten und Süßigkeiten tauschen sich Verbraucher zwar seltener aus, wenn aber darüber gesprochen wird, dann meistens negativ: Gerade Bonbons und kleine Schokoladenpralinen oder –kekse sind sehr oft noch (unnötigerweise) einzeln in Plastik verpackt und somit ganz und gar nicht umweltfreundlich.

Lebensmitteleinzelhandelsmarke: Edeka schneidet am positivsten ab

Rewe ist laut Brandwatch die meistdiskutierte Lebensmitteleinzelhandelsmarke im Netz, gefolgt von Aldi und Lidl. Über Norma, Kaufland und Real tauschen sich die Verbraucher kaum aus.

In der Sentimentanalyse ist jedoch Edeka klarer Gewinner im Ranking. Der Grund hierfür sind verschiedene Konzepte in einzelnen Märkten. Zum einen werden derzeit Mehrwegdosen und Wurst- und Käsetheken getestet, zum anderen werden Obst und Gemüse mit einem Laserlabel versehen, anstatt mit Plastik verpackt oder etikettiert zu werden. Ein Einsatz, der sich für den Lebensmittelvollsortimenter im Social Web auszahlt. Mit einem Anteil von knapp 90 Prozent positiver Gespräche ist Edeka der Gewinner, gefolgt von Norma (87,76 % positiv) und Penny (86,58 % positiv).
 
Der Report kann hier heruntergeladen werden.

(vg)