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Unternehmen & Marken
15.04.2019

Gesamtwert der Verkäufe von Unternehmensteilen steigt

Der Gesamtwert der Verkäufe von Unternehmensteilen steigt in Deutschland um 63 Prozent an, weltweit nur um 14 Prozent (Quelle: EY)

Die deutsche Großkonzerne treiben Verkäufe voran: Der Gesamtwert der Verkäufe stieg im Jahr 2018 im Vergleich zum Vorjahr um knapp 63 Prozent  auf 107,7 Milliarden US-Dollar. Die Anzahl der Transaktionen ging dagegen leicht von 516 auf 480 zurück. Die Steigerung des Volumens in Deutschland fällt damit auch deutlicher aus als auf dem weltweiten Markt für Unternehmensverkäufe: Nach 1,7 Billionen US-Dollar im Vorjahr kletterte der weltweite Wert um knapp 14 Prozent auf 1,9 Billionen US-Dollar. Anders als in Deutschland stieg allerdings auch die Zahl der Transaktionen an: von 10.145 im Vorjahr auf 10.466.

Weltweit war der Wert lediglich in den USA (663 Milliarden US-Dollar), China (230 Milliarden US-Dollar) und Großbritannien (133 Milliarden US-Dollar) höher als in Deutschland.

Das sind Ergebnisse einer weltweiten Studie zu Unternehmensverkäufen, für die die Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY weltweit 930 Großunternehmen mit einem Jahresumsatz von mindestens 250 Millionen US-Dollar befragt hat. In Deutschland nahmen 78 Unternehmen an der Befragung teil.

Innogy-Verkauf von RWE an E.on zweitgrößter Deal weltweit

Der nach wie vor nicht abgeschlossene Verkauf der RWE-Tochter Innogy an E.on mit einem Wert von 46,6 Milliarden US-Dollar ist demnach nicht nur die größte Transaktion in Deutschland, sondern auch die zweitgrößte weltweit – nach dem 60,8 Milliarden US-Dollar teuren Verkauf von Sprint an T-Mobile USA, der aber noch nicht abschließend genehmigt ist.

"Neue Technologien befeuern den Markt für Unternehmensverkäufe weltweit", stellt Carsten Kniephoff, Leiter Divestment für die Region EMEIA bei EY, fest. "„Dabei geht es oft nicht nur um neue Produkte oder Dienstleistungen, sondern um die Neuausrichtung oder gar Neuerfindung ganzer Geschäftsmodelle. Mit dem Verkauf von Unternehmensteilen können Unternehmen ihr Geschäftsmodell schärfen und sich sowohl organisatorisch als auch finanziell Luft verschaffen für Investments in neue Fertigkeiten."

Die hohe Bereitschaft, sich von Unternehmensteilen zu trennen, hält auch weiterhin an: 82 Prozent der befragten deutschen Unternehmen und 84 Prozent der weltweit befragten Unternehmen geben an, dass sie mit einer weiteren Trennung von Unternehmensteilen in den nächsten zwei Jahren rechnen.

(vg)