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04.12.2012

NRW startet Nachhaltigkeitsstudie für den Lebensmittelsektor

Nachhaltigkeit ist aktuell eine der meistgenannten Anforderungen an die Agrar- und Ernährungswirtschaft hierzulande. Allerdings gehen bislang bei den Beteiligten die Vorstellungen häufig noch weit auseinander, sowohl was die Inhalte des Begriffs Nachhaltigkeit anbetrifft, als auch die damit verbundenen Erwartungen und nicht zuletzt das in dieser Hinsicht bereits Erreichte. Deshalb hat die nordrhein-westfälische Landesregierung beschlossen, in einer umfassenden 'Nachhaltigkeitsstudie Ernährung.NRW' erstmals den Status quo nachhaltiges Wirtschaften im Lebensmittelsektor im eigenen Bundesland erfassen und bewerten zu lassen.

Dazu sollen in der Studie nun zum einen die Ansprüche und Vorstellungen der Verbraucher im Hinblick auf Nachhaltigkeit mit den bereits vorhandenen Aktivitäten der Branchenmitglieder in Nordrhein-Westfalen abgeglichen werden. Zum anderen zielt die Untersuchung darauf ab, wissenschaftliche Grundlagen für die Entwicklung innovativer wie auch marktgerechter Nachhaltigkeitskonzepte zu erarbeiten. Aus diesen Konzepten konkrete Handlungsempfehlungen an die Beteiligten der Wertschöpfungskette Lebensmittel abzuleiten, ist ein weiterer Anspruch der Studie. Diese Vorschläge sollen letztlich auch dazu beitragen, die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen der Agrar- und Ernährungswirtschaft aus NRW zu verbessern und langfristig zu sichern.

Was die Zielsetzung der 'Nachhaltigkeitsstudie Ernährung.NRW' in der praktischen Umsetzung bedeutet, stellten jetzt Verantwortliche des Instituts für Nachhaltiges Management (ifnm) und der Universität Bonn, die mit der Durchführung der Untersuchung beauftragt sind, im Rahmen einer Auftaktveranstaltung in Bonn vor. "Wir werden anhand der gesamten Wertschöpfungskette ermitteln, wo die Wirtschaftsbeteiligten in NRW bereits nachhaltig handeln, ob und wie der Verbraucher dies wahrnimmt sowie welche zielführenden Möglichkeiten der Optimierung im Sinne von Nachhaltigkeit bestehen", erklärte der Geschäftsführer des Instituts für Nachhaltiges Management (ifnm) in Bonn, Dr. Michael Lendle. Es solle aber auch geklärt werden, wie und über welche Kanäle etwa die Kommunikation zwischen Konsumenten und Unternehmen beim Thema Nachhaltigkeit verläuft, ob sie funktioniert bzw. wie sie sich verbessern lässt, damit beide Seiten davon profitieren.

Der Bereich Fruchtsaft wurde für die 'Nachhaltigkeitsstudie Ernährung.NRW' deshalb ausgewählt, weil es sich um eine für Nordrhein-Westfalen relevante Branche handelt, die zusammen mit ihren Zulieferbetrieben exemplarisch eine ganzheitliche Analyse zu Nachhaltigkeitsaspekten entlang der vollständigen Wertschöpfungskette ermöglicht, wie Prof. Monika Hartmann vom Institut für Lebensmittel- und Ressourcenökonomik (ILR) der Uni Bonn erläuterte. Nach Auskunft der Wissenschaftlerin wird sich die Untersuchung zunächst auf die Fruchtsafthersteller aus NRW konzentrieren. Im weiteren Verlauf des Projektes sollen dann alle Fruchtsaftprodukte, die in Nordrhein-Westfalen im Angebot des Handels zu finden sind, einbezogen werden.

Die Laufzeit der 'Nachhaltigkeitsstudie Ernährung.NRW' ist bis 2014 terminiert. Die im Zuge dieses Projektes gewonnene Ergebnisse sollen aber schon vorher sukzessive publiziert werden.

(vg)