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Unternehmen & Marken, Recht & Politik
26.03.2014

Studie: Deutsche misstrauen der wirtschaftlicher Situation

Zwei Drittel der Menschen in Europa schätzen ihre persönliche wirtschaftliche Situation als schlecht ein. Zu diesem Ergebnis kommt die in neun Ländern quer durch Europa erstellte aktuelle Studie "Reader's Digest European Trusted Brands 2014". Jeder Zweite glaubt auch nicht, dass sich an dieser Situation in Zukunft etwas verbessern wird. Und schon gar nicht vertraut man der eigenen Regierung, dass sie etwas zur Verbesserung der eigenen Situation beiträgt: Nur 23 Prozent vertrauen darauf, dass ihre Regierung alles tut, um die persönliche wirtschaftliche Situation in Zukunft zu verbessern.
Während im Durchschnitt nur 34 Prozent der insgesamt Befragten ihre wirtschaftliche Situation als gut ansehen, sind die Schweizer und Finnen anderer Meinung. Hier sehen zwei Drittel der Befragten ihre wirtschaftliche Situation als gut an. Jeder zehnte Schweizer sogar als "sehr gut". Gerade einmal 36 Prozent der Deutschen sehen ihre Lage als gut an, lediglich 5 Prozent als sehr gut. 44 Prozent der Deutschen meinen, es gehe ihnen nicht so gut wie früher und jeder zehnte (13 Prozent) sagt, es gehe ihm wirtschaftlich überhaupt nicht gut. Dazu vertrauen nicht mal ein Drittel der Deutschen ihrer Regierung, dass diese alles tun wird, was ihre persönliche wirtschaftliche Lage verbessert.

Franzosen besonders pessimistisch

Die Menschen in Russland und in Slowenien stehen am Ende der Länder-Liste, was die Einschätzung ihrer wirtschaftlichen Situation angeht. 56 Prozent der Russen und 27 Prozent der Slowenen sagen, es gehe ihnen wirtschaftlich überhaupt nicht gut. Insgesamt über 80 Prozent in beiden Ländern beklagen ihre Lage als schlecht bzw. schlechter als in früheren Jahren. Allerdings glauben auch 72 Prozent der Russen, in Zukunft wird sich ihre Situation verbessern. Ähnlich sehen es die Polen (59 Prozent). In Frankreich sehen die Menschen ihre Situation nicht nur als sehr schlecht an (81 Prozent), sie erwarten auch überhaupt nicht, dass diese Lage sich bessern wird – 67 Prozent glauben eher, sie wird sich noch weiter verschlechtern. Und nur 16 Prozent vertrauen ihrer Regierung, daran etwas zu ändern.
Über alle Länder hinweg meinen 77 Prozent der Befragten, sie können ihrer Regierung nicht vertrauen, was die Besserung der eigenen wirtschaftlichen Situation betrifft. In Frankreich (84 Prozent), Polen (85 Prozent) und Slowenien (89 Prozent) ist dieses Misstrauen am höchsten ausgeprägt. Zu alledem sehen die Befragten auch kaum eine Möglichkeit, sich mit privater Hilfe besser zu stellen, denn das Vertrauen in Finanzberater ist über die letzten zehn Jahre deutlich gesunken. Im Durchschnitt über alle Länder vertrauen nur noch 21 Prozent (2005: 27 Prozent) in diese Profession. In Deutschland sind es nur noch 14 Prozent (2005: 20 Prozent).

Markenvertrauen: Dr. Oetker vor Nestlé

Die Studie beleuchtet zudem, warum Verbraucher bestimmten Marken mehr als anderen vertrauen. In den Produktkategorien von A wie Automobile bis Z wie Zahnpasta / Mundpflege stehen in Deutschland an der Spitze der vertrauenswürdigsten Marken: Allianz, Aral, Aspirin, C&A, Frosch, Haribo, Miele, Persil, Sparkasse, Tui, Volkswagen und Wick. Gegenüber dem Vorjahr konnte erneut Dr. Oetker den Spitzenplatz vor Nestlé besetzen. Nivea – in allen Jahren die Nr. 1 in der Kategorie Hautpflege -, eroberte auch den ersten Platz bei Haarpflege. In der Kategorie Handelsunternehmen kehrte Aldi auf Platz eins zurück. Erstmals führen in der jährlich durchgeführten Studie Berentzen, Colgate, Gerolsteiner und Teekanne die Spitze in ihren Produktkategorien an. Zum wiederholten Male hat die Marke Abtei die Spitzenposition bei Vitaminprodukten. Bei Mobiltelefonen baut Samsung den Vertrauensvorsprung vor Nokia weiter aus und besetzt damit wiederholt den Spitzenplatz. Das Iphone verbleibt auf dem dritten Platz.
Die Reader's Digest-Studie European Trusted Brands wird seit 2001 durchgeführt. Die Verbraucherstudie wurde mit 17.676 Befragten in zehn Ländern erhoben: Deutschland, Schweiz, Österreich, Frankreich, Portugal, Finnland, Polen, Slowenien, Rumänien und Russland.

(tor)