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Unternehmen & Marken
12.06.2014

Bedeutung nachhaltiger Kaffees wächst deutlich

Rund 56 Prozent der Deutschen möchten ihren Kaffee mit gutem Gewissen genießen. Zugleich ist auf dem Weltmarkt mehr nachhaltiger Kaffee verfügbar: Zwischen 2010 und 2012 zeigt sich international eine deutliche Steigerung beim Produktionsvolumen von Kaffee mit Siegeln unabhängiger Organisationen wie Rainforest Alliance (+72 Prozent), UTZ Certified (+82 Prozent), Fairtrade (+30 Prozent) und 4C Association (+176 Prozent). Das geht aus dem Tchibo Kaffeereport 2014 mit dem Schwerpunkt Nachhaltigkeit hervor. Tchibo gibt den Kaffeereport im dritten Jahr mit Brand Eins Wissen und Statista heraus. Teil des Reports ist eine repräsentative Studie, für die fast 4.800 Personen in  Deutschland befragt wurden.

Im Ländervergleich gar nicht so teuer

Der kaffeereport zeigt, dass der Tassenpreis für Kaffee von Land zu Land recht unterschiedlich ist: Zahlen die Engländer mit 10,58 Cent pro Tasse am meisten, liegt Deutschland mit 5,7 Cent pro Tasse im unteren Drittel. Preislich noch günstiger bekommt man die Tasse Kaffee in Frankreich (4,7 Cent pro Tasse).

Nachhaltigkeitstypen: Von Konsequenten und Skeptikern

Rund ein Drittel der Befragten bevorzugt aus Überzeugung nachhaltig produzierten Kaffee und richtet das eigene Konsumverhalten danach aus. Diese Konsequenten bilden mittlerweile mit 32,3 Prozent die größte Gruppe unter deutschen Verbrauchern. Weitere 23,9 Prozent gehören zu den Sensibilisierten, die gerne zu nachhaltig produziertem Kaffee greifen, wenn sie die Wahl haben. Ihnen gegenüber stehen die Passiven mit 23,7 Prozent und die Skeptiker mit 20,1 Prozent. Für diese Gruppen spielt das Thema Nachhaltigkeit bei der Kaufentscheidung keine oder nur eine geringe Rolle.

Nachhaltigkeit aus Sicht der Konsumenten

Fast zwei Drittel der Konsumenten (63,6 Prozent) verbinden mit dem Begriff Nachhaltigkeit einen fairen Handel entlang der gesamten Lieferkette, so der Kaffeereport. Für gut 60 Prozent verbergen sich dahinter die Schonung der natürlichen Ressourcen und Biodiversität.

Was die Befragten außerdem verbindet, ist die starke Ablehnung von Kinderarbeit in den Anbauländern (55,4 Prozent), Achtsamkeit für Lebensräume von Mensch und Tier (47,7 Prozent) sowie gute Arbeitsbedingungen für Kaffeefarmer (31,4 Prozent). Fast ein Drittel aller Befragten (29,5 Prozent) wünscht sich mehr Transparenz über deren Lebensumstände vor Ort.

Frauen achten stärker auf Nachhaltigkeit

Deutliche Unterschiede ergeben sich bei der Geschlechterverteilung: 57 Prozent der nachhaltigen Kaffeetrinker sind laut Kaffeereport weiblich, 43 Prozent männlich. Auch in der Kategorie der Konsequenten sind die Frauen mit 53,6 Prozent in der Überzahl. Was die konsequenten Männer und Frauen eint, ist eine Vorliebe für eher nachhaltige Zubereitungsformen: Handfilter (30,3 Prozent), Espressokannen für die Herdplatte (20,2 Prozent) sowie Siebstempelkannen (19,7 Prozent) sind in ihrem Haushalt vorhanden.

Sportliche Homöopathen mit exklusivem Modegeschmack

Erstaunliche Zusammenhänge fördert der Tchibo Kaffeereport beim Vergleich mit sonstigen Konsumpräferenzen zu Tage: So achten zum Beispiel sportliche Aktivreisende (8,5 Prozent) oder cluborientierte Familien (6,6 Prozent) häufiger als andere Urlauber auf Nachhaltigkeit beim Kaffeekauf. Auch die Einstellung zu Gesundheitsthemen beeinflusst die Auswahl: Hier liegen Homöopathie-Freunde (8,1 Prozent) vor anderen Gruppen. Und wer als Frau bei Kleidung Wert auf exklusive Marken legt (8,2 Prozent), entscheidet sich öfter für nachhaltigen Kaffee als Modemuffel.

Der Tchibo Kaffeereport 2014 steht zum Download bereit unter www.tchibo.com/kaffeereport. Auf rund hundert Seiten gibt es in der Print- oder Onlineversion Wissenswertes zu Konsumverhalten und Märkten, Produkten und Trends.

(vg)