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Unternehmen & Marken
26.06.2014

Soziales Engagement lässt bei Unternehmen die Kassen klingeln

Je billiger desto besser - egal, woher das Produkt kommt: Diese Devise zählt längst nicht mehr bei den deutschen Verbrauchern. Im Gegenteil: 40 Prozent der Käufer hierzulande sind bereit, tiefer in die Tasche zu greifen und höhere Preise für Produkte zu bezahlen, wenn Händler oder Produzenten sich nachweislich für soziale Belange oder Umweltschutz engagieren - Tendenz steigend. Und mehr noch: Dies bleibt nicht nur ein frommer Wunsch, sondern jeder Dritte (34 Prozent der Befragten) gibt an, in den vergangenen sechs Monaten mindestens ein Produkt aus diesem Grund gekauft zu haben.

Dies ist das Ergebnis einer Studie von Nielsen, Hamburg. In der weltweiten Studie hat Nielsen untersucht, wie sich soziales Engagement (englisch: Corporate Social Responsibility, CSR) von Unternehmen auf die Verbraucher auswirkt.

Kaufverhalten wird durch soziales Engagement beeinflusst

Ingo Schier, Geschäftsführer von Nielsen Deutschland: "Medien decken immer wieder in ihren Berichten die teilweise unmenschlichen Produktionsbedingungen in manchen Ländern auf. Dazu kommen Skandalmeldungen bei der Produktion von Nahrungsmitteln. Das wirkt sich auf das Kaufverhalten aus und die Verbraucher schauen genau, bei wem sie kaufen und inwiefern die Unternehmen ihrem sozialen Anspruch gerecht werden." Dazu zähle, dass das Unternehmen beispielsweise faire Bedingungen für die eigenen Mitarbeiter schafft, darüber hinaus aber etwa karitative Projekte fördere, sich für Kultur und Bildung engagiere oder sich für Umweltschutz einsetze. Mehr noch: Es gehe oft auch um die Grundhaltung des Unternehmens, um vernünftiges Wirtschaften und schonenden Umgang mit Ressourcen. So gab jeder vierte befragte Deutsche (27 Prozent) an, bei der Auswahl eines Produktes auf eine umweltfreundliche Verpackung zu achten.
 
Ein weiterer Grund für die steigende Sensibilität der Verbraucher für das soziale Engagement der Unternehmen sei der relative Wohlstand der Deutschen in Verbindung mit dem Wunsch, dem Leben einen Sinn zu geben. Schier: "Viele Deutsche können es sich leisten, mit kritischem Blick einkaufen zu gehen und dabei auch mehr für ein bestimmtes Produkt auszugeben. Das gibt dem Verbraucher ein gutes Gefühl, weil er sozusagen das Angenehme, nämlich das Einkaufen, mit etwas Nützlichem verbunden hat, indem er dem Unternehmen mit seinem Geld ermöglicht, Gutes zu tun."

Engagement muss glaubwürdig sein

Die nachweisliche Bereitschaft der Verbraucher, mehr Geld für Produkte sozial engagierter Firmen auszugeben, sei ein klares Signal an Unternehmen, dass CSR-Engagement für die Kundenbindung eine Rolle spielen kann, so Schier. "Wichtig ist, dass das Engagement glaubwürdig ist und zum jeweiligen Unternehmen passt." Die Deutschen jedenfalls sind laut Studie an Hilfsprojekten für weltweiten Zugang zu einer Grundbildung, zur globalen Versorgung mit Trinkwasser sowie zum Kampf gegen Hunger und extreme Armut besonders interessiert.

Deutsche geben lieber Geld, als selber aktiv zu werden

Die Bereitschaft, für Produkte engagierter Firmen extra zu zahlen, steigt seit einigen Jahren kontinuierlich, wie vorangegangene Studien zum gleichen Thema von Nielsen belegen. 2011 stimmten 32 Prozent der befragten Deutschen zu, eine höhere Summe für Produkte von Unternehmen zahlen zu wollen, die der Gesellschaft etwas zurückgeben, 2013 waren es schon 37 Prozent, 2014 nun 40 Prozent. Eigene soziale Projekte verfolgen allerdings nur 31 Prozent der Befragten, ergab die Studie von Nielsen. Darunter fasst die Studie sowohl alle Befragten, die ehrenamtlich tätig sind als auch solche, die regelmäßig Geld für soziale Zwecke spenden.

Den vollständigen internationalen Report zur Studie können Sie kostenfrei anfordern über nielsen@ergo-komm.de. Die Nielsen Global Survey zum Thema Corporate Social Responsibility wurde vom 17. Februar bis 7. März 2014 durchgeführt. Dabei hat Nielsen mehr als 30.000 regelmäßige Internetnutzer in 60 Ländern der Regionen Asien-Pazifik, Europa, Lateinamerika, Mittlerer Osten, Afrika und Nordamerika befragt.

(vg)