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Möbelhandel: Die Zukunft ist digital(er)


In der Möbelbranche wollen die Branchenriesen endlich Schwung in den Onlinehandel geben, der sich bislang eher langsam bewegt hat. Um durchschnittlich 8,4 Prozent wird der Onlineumsatz im Möbelhandel bis 2023 voraussichtlich pro Jahr wachsen – mit 9,7 Milliarden Euro macht er dann ein Viertel des Gesamtumsatzes der Branche von 38,5 Milliarden Euro aus. Das ist das Ergebnis einer Marktstudie der Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) zu Strukturen, Trends und Herausforderungen in der deutschen Möbelbranche.

Onlinehürde bremst die Digitalisierung

Der Onlinehandel im Möbelsegment liegt im Vergleich zu anderen Konsumgütern weit zurück. Während beim Spitzenreiter Unterhaltungselektronik bereits 61 Prozent der Kunden den Onlinekauf bevorzugen, sind es im Bereich Möbel und Haushaltswaren lediglich 34 Prozent. Die größten Hürden für den Online-Möbelvertrieb liegen im aufwändigen Zustell- und Retourenprozess und in den Vorlieben der Kunden – viele Verbraucher wollen die Produkte zunächst sehen und testen.

Deutscher Möbelhandel ist Marktführer in Europa

Das Wachstumspotenzial im Onlinehandel liegt weit über der allgemeinen Umsatzentwicklung in Möbelproduktion und -handel. Für die kommenden Jahre rechnen die Hersteller mit einem leichten, aber stetigen Wachstum von 1,2 Prozent, die Händler gehen von 1,3 Prozent aus. Besonders umsatzstark sind die Segmente Küchenmöbel sowie Büro- und Ladenmöbel.

Mit einem Umsatz von 23,7 Milliarden Euro im Jahr 2017 ist Deutschland der umsatzstärkste europäische Markt für Möbelproduzenten, es folgen Italien (22,2 Milliarden Euro) und Polen (10,9 Milliarden Euro).

Konzentration auf das hochpreisige Segment

Rund zwei Drittel ihres Umsatzes (68 Prozent) erzielen die Hersteller und Händler innerhalb ihres Heimatlandes, 32 Prozent erwirtschaften sie im Ausland. Allerdings sind ihre Auslandsumsätze in den vergangenen Jahren stetig gestiegen. Auf dem deutschen Markt übersteigen die Möbelimporte die -exporte um rund 25 Prozent. Insbesondere preiswerte Möbel und Mitnahmeprodukte kommen verstärkt aus dem Ausland, vorwiegend aus Niedriglohnländern, während hochwertige Möbel ebenso wie Systemmöbel überwiegend in Deutschland produziert werden.




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(tor) 27.09.2019