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Ladenbau: Investitionen des Handels steigen

Die Investitionen in den Ladenbau steigen (Quelle: EHI)
Die Investitionen in den Ladenbau steigen (Quelle: EHI)

Der Handel investiert weiter stark in das Erscheinungsbild und die technische Ausstattung seiner Geschäfte – das gilt insbesondere für den Lebensmittelhandel. Über alle Handelsbranchen hinweg ist die Optimierung des Bestands der größte Kostenfaktor bei den Investitionen. Das sind einige vorläufige Ergebnisse der Studie Ladenmonitor 2020 des EHI Retail Institute, Köln. Die gesamte Studie wird zur EuroShop 2020 veröffentlicht. 
 
Kosten für ein neues Geschäft steigen

Die Kosten für die Einrichtung eines neuen Lebensmittelmarkts sind im Vergleich zu 2016 um 14,7 Prozent auf 733 Euro pro Quadratmeter Verkaufsfläche (VKF) gestiegen. Dabei gehöret die Kühltechnik aktuell für 90 Prozent der befragten Lebensmittelhändler zu den Investitionsschwerpunkten. 2016 lag der Anteil noch bei 73 Prozent.
 
Im Fokus der Neueröffnungen in der Lebensmittelbranche stehen neben dem klassischen Supermarkt mit einer durchschnittlichen Verkaufsfläche zwischen 1.600 und 2.000 Quadratmetern zunehmend Klein- und Spezialformate als Nahversorger in den Städten.
 
Im Fashion-Handel sind die Kosten für ein neues Geschäft im Vergleich zu 2016 um 12,6 Prozent gestiegen und liegen aktuell bei 500 Euro pro Quadratmeter Verkaufsfläche. 
 
Bestandsoptimierung der Filialen im Fokus

Investitionsschwerpunkte des Handels (Quelle: EHI)

Im Mittelpunkt ihrer Investitionen steht für Handelsunternehmen aller Branchen weiterhin die Bestandsoptimierung der Filialen. Diese folgt allerdings nicht mehr zwangsläufig regelmäßigen Renovierungszyklen im Sinne von Komplettumbauten. So hat sich der Trend der vergagenen Jahre zu einer Verlängerung der Fristen für Umbauten deutlich verstärkt. Vollumfassende Renovierungen im Food- und Nonfood-Handel werden jetzt erst nach über neun Jahren durchgeführt. An ihre Stelle treten Teilumbauten und kleinere Refresh-Lösungen mit flexiblen Einrichtungsmodulen und einer raschen Veränderung von Aktionsflächen, um die Läden technisch und optisch auf dem neuesten Stand zu halten.
 
Die Ausstattung der Geschäfte mit LED-Technik ist im deutschen Handel mittlerweile weit fortgeschritten. So liegt der branchenweite Umrüstungsstand bei 61 Prozent im Food- und bei 41 Prozent im Nonfood-Handel. Folglich sind die Ausgaben für LED-Beleuchtung im Vergleich zu 2016 um knapp die Hälfte zurückgegangen. Die Umrüstung der Läden mit LED ist aber noch nicht flächendeckend abgeschlossen. So sieht noch rund ein Drittel der Befragten in der LED weiterhin einen Schwerpunkt seiner Investitionen. 
 
Über die Untersuchung

Die vorläufigen Ergebnisse der Studie EHI Laden-Monitor 2020 beziehen sich auf Angaben von 33 Handelsunternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Studie basiert ausschließlich auf persönlichen Interviews, die bis zum Abschluss der Studie zur nächsten EuroShop im Februar 2020 noch ergänzt werden. Insgesamt werden mindestens 50 persönliche Interviews geführt.



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(vg) 19.09.2019