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E-Mobilität: E-Autos weiter deutlich teurer als Verbrenner


Quelle: Andrea Lehmkuhl

Obwohl die Batteriepreise sinken und in den vergangenen zwei Jahren um 34 Prozent nach unten gegangen sind, beträgt der durchschnittliche Preisaufschlag für ein Elektrofahrzeug weiterhin mehr als 40 Prozent in Relation zu vergleichbaren Autos mit Verbrennungsmotor. Das ergeben Berechnungen der Managementberatung Horváth & Partners im Rahmen des Faktenchecks E-Mobilität. 2018 betrugen die Batteriekosten demnach nur noch 150 Euro pro Kilowattstunde. Damit lagen sie rund 13 Prozent unter dem Vorjahrespreis.

Preis für E-Autos sinkt nicht mit Batteriepreis

"Unseren Prognosen zufolge wird eine Kilowattstunde 2020 weniger als 90 Euro kosten. Ab 2025 werden sich die Preise zwischen 50 und 70 Euro pro Kilowattstunde einpendeln", sagt Alexander Rittel, Co-Studienleiter des Faktenchecks und Berater bei Horváth & Partners. "Der Durchbruch der Elektromobilität hängt maßgeblich am Preis. Wenn die Hersteller die sinkenden Batteriepreise nicht an ihre Kunden weitergeben, wird es langfristig an Akzeptanz mangeln."

Waren reine E-Fahrzeuge 2010 noch mehr als doppelt so teuer wie vergleichbare Autos mit Verbrennungsmotor, fiel der durchschnittliche Preisaufschlag aller zugelassenen Stromer in den darauffolgenden Jahren auf rund 40 Prozent. Doch seit 2016 setzt sich dieser Preistrend nicht fort. Im Gegenteil: Käufer elektrifizierter Modelle mussten im Vergleich zur Alternative mit Verbrennungsmotor 2018 durchschnittlich etwa 44 Prozent mehr bezahlen. Selbst unter Berücksichtigung des Umweltbonus ist das Elektroauto somit deutlich teurer, so die Berater.

Reichweiten der Stromer steigen

Neben dem Preis werde der Umstieg vom Verbrennungsmotor auf E-Antrieb maßgeblich von der Reichweite bestimmt. Die Analyse der vergangenen Jahre zeige, dass die durchschnittliche Reichweite der Fahrzeuge kontinuierlich gestiegen ist. Die Berater von Horváth gehen davon aus, dass bis Ende 2020 ein neu zugelassenes reines Elektroauto im Durchschnitt eine Distanz von mehr als 400 Kilometern mit einer Batterieladung zurücklegen kann.

Über den Faktencheck E-Mobilität

Im Rahmen des Horváth & Partners Faktencheck E-Mobilität analysieren die Berater seit 2010 jährlich die Entwicklung wesentlicher Treiber der Mobilität in Deutschland. Auf der Grundlage der verwendeten Ist-Werte rechnen sie dabei das aktuelle Wachstumsmomentum auf die nächsten Jahre hoch. Zur Bewertung des durchschnittlichen Preisaufschlags ordnen die Mobilitätsexperten den aktuell verfügbaren Elektromodellen entsprechende Referenzfahrzeuge zu, die in Bezug auf verschiedene Kriterien wie z.B. Motorisierung, Größe, Ausstattung und Markenstärke vergleichbar sind. Auf dieser Grundlage vergleichen sie die jeweiligen Preislisten der Hersteller. schaffen. Deshalb begleitet Horváth & Partners seine Kunden von der betriebswirtschaftlichen Konzeption bis zur Verankerung in Prozessen und Systemen.



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(vg) 14.10.2019