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Zölle, neue Handelsverträge & Co. sorgen für sinkenden Konjunkturoptimismus

Deutsche CEOs sehen vor allem Handelsverträge und Zölle kritisch (Quelle: Worldcom Confidence Index)
Deutsche CEOs sehen vor allem Handelsverträge und Zölle kritisch (Quelle: Worldcom Confidence Index)

Führungskräfte weltweit sind mit Blick auf die Entwicklung der Konjunktur wenig optimistisch. Das zeigt der zweite Worldcom Confidence Index, der jährlich von der Worldcom Public Relations Group veröffentlicht wird. Durch die Analyse des Online-Content von mehr als 58.000 Chief Executive Officers (CEOs) und Chief Marketing Officers (CMOs) zeigt sich, dass der allgemeine Konjunkturoptimismus um mehr als 20 Prozent gesunken ist. Die deutlichsten Rückgänge verzeichnen die USA (51 Prozent) und China (21 Prozent). In Japan gab es allerdings positive Entwicklungen: Das Land springt vom letzten auf den ersten Platz im Confidence Index, mit einem Plus von 74 Prozent.
 
Handelsverträge und Zölle werden in Deutschland kritisch gesehen

Der Bericht zeigt deutlich, dass CEOs in Deutschland aktuelle und künftige Handelsverträge und Zölle als kritisch für die Konjunktur einstufen. Ganz im Gegensatz zu Großbritannien und Kanada, die diese als weniger problematisch sehen. Darüber hinaus spielen auch Diskussionen über die globale Erwärmung eine signifikante Rolle und trüben die Zuversicht deutscher Wirtschaftsführer ebenso wie der Blick auf Schwankungen der globalen Wirtschaftskonjunktur und drohender Kriege. Noch kritischer werden diese Situationen von Japan, China und den USA gesehen.

Unterstützung von Influencern wird wichtiger

Der Bericht erfasst neben dem globalen Konjunkturoptimismus auch die Bedeutung, die Führungskräfte aus dem oberen Management verschiedenen Zielgruppen beimessen und ihre Zuversicht darin diese zu erreichen. Es zeigt sich deutlich, dass Influencer im Confidence Index 2019 die zentrale Zielgruppe darstellen, im Jahr zuvor waren dies vornehmlich noch Kunden. Die Zielgruppe der Influencer wuchs innerhalb eines Jahres um 160 Prozent und liegt nun vor Kunden und Mitarbeitern.

Weiterbildung ist Schwerpunkt im Ringen um Mitarbeiterengagement und -bindung

Ein weiteres Problem, mit dem sich CEOs und CMOs auseinandersetzen müssen, ist die Bindung von Mitarbeitern. Vor allem Führungskräfte aus dem Vereinigten Königreich und den USA sehen hier große Schwierigkeiten. Die Wirtschaftsmigration gibt weltweit Anlass zur Sorge – vor allem in den USA, mit dem niedrigsten Wert im Confidence Index.

Das wichtigste Thema für Führungskräfte bleibt die Weiterbildung und Neuqualifizierung von Mitarbeitern. Großbritannien hatte die niedrigste Punktzahl bei diesem Thema, Japan die höchste. Fortbildungen für Mitarbeiter sind nur einer von vielen Bereichen, die Führungskräfte nutzen, um sich Loyalität und Engagement der Mitarbeiter zu sichern.

In Deutschland hingegen ist man sehr zuversichtlich auch künftig geeignete Mitarbeiter zu finden und diese an das Unternehmen zu binden. Mit dem zweithöchsten Ergebnis liegt Deutschland damit weit über dem Durschnitt und nur hinter Japan zurück. Italien und Frankreich sind ähnlich zuversichtlich – besonders zurückhaltend zeigen sich Großbritannien und die USA.

Zuversicht mit Blick auf das Binden von Talenten (Quelle: Worldcom Confidence Index)


Arbeitnehmer-Benefits zentral zur Gewinnung und Bindung von Mitarbeitern

Mitarbeiter-Benefits spielen in Europa eine große Rolle, wenn es um die Mitarbeiter-Strategie geht. Vor allem in Frankreich, Italien, Deutschland und Großbritannien ist man sich sicher, dass Mitarbeiter-Benefits den Erfolg eines Unternehmens sichern. Darüber hinaus hat man vor allem in Japan und Deutschland den Wert der Mitarbeiter für ein produktives und erfolgreiches Unternehmen erkannt.

Methodik der Studie

In diesem Jahr kooperierte Worldcom mit dem Marktforschungsunternehmen Advanced Symbolics Inc., das mithilfe künstlicher Intelligenz öffentlich zugängliche Social-Media-Inhalte erfasst und analysiert. Im Rahmen der diesjährigen Studie wurden Daten von 58.000 Führungskräften und die Veränderungen ihrer Meinungen und Ansichten im Laufe der Zeit untersucht. In 23 Themengebieten und anhand sechs verschiedener Zielgruppen beleuchtet der Worldcom Confidence Index Bedenken und Hoffnungen der befragten Manager.

Den kompletten Bericht finden Sie hier.
 
  
  
 




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(vg) 07.11.2019