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Wenig Vertrauen in soziale Medien, etablierte Medien glaubwürdiger


Informationen in deutschen Medien werden grundsätzlich für glaubwürdig gehalten (Quelle: b4p-Trends)

Immer mehr Menschen achten darauf, aus welchen Quellen bestimmte Informationen stammen. Angesichts zunehmender Fake News-Debatten halten sie es für ratsam, bei der Information über aktuelle politische und gesellschaftliche Themen mehrere Informationsquellen zu nutzen, anstatt sich nur auf eine Quelle zu verlassen (94 %).

Laut der aktuellsten Welle der b4p-Trends der Gesellschaft für integrierte Kommunikationsforschung (GIK) unter gut 1.000 Online-Befragten in Deutschland ab 16 Jahren zwischen dem 28.3. und dem 4.4.2019 erachten dabei acht von zehn Befragten Informationen aus journalistischen Medienangeboten für glaubwürdiger als Nachrichten in sozialen Medien. Fast zwei Drittel (62 %) schenken den Informationen in deutschen Medien grundsätzlich Glauben. Insbesondere Radiosender (82,8 %), Nachrichtenwebsites etablierter Medienmarken (80,7 %), öffentlich-rechtliche Sender (80,4 %), Tageszeitungen (78,6 %) und Nachrichtenmagazine (73,1 %) genießen besonders hohe Glaubwürdigkeit.

Plattformen wie Facebook, Twitter, Instagram oder YouTube halten nur 25 Prozent der Befragten für glaubwürdig. Selbst die unter 30-Jährigen zweifeln trotz vergleichsweiser intensiver Nutzung an der Glaubwürdigkeit sozialer Medien in Bezug auf aktuelle Nachrichten. Nur 26 Prozent, und damit fast so wenige wie bei den über 50-jährigen Befragten (23 %), halten diese Quelle für glaubwürdig.

Etablierte Medien sind Hauptinfoquelle

Etablierte Medien sind Hauptinfoquelle und genießen Vertrauensvorschuss (Quelle: b4p-Trends)

Eine große Mehrheit aller Befragten (84 %) geht davon aus, dass Informationen aus etablierten journalistischen Medienangeboten vor ihrer Veröffentlichung auf Wahrhaftigkeit geprüft worden sind. Vor diesem Hintergrund sind etablierte Medienkanäle für die meisten auch die Hauptinformationsquelle für aktuelle politische oder gesellschaftliche Nachrichten: Öffentlich-rechtliches TV (67 %) und Radio (59 %) stehen dabei an der Spitze, gefolgt von Websites bekannter Medienmarken aus Rundfunk und Print (48 %). Private Fernsehsender (43 %) und Tageszeitungen (41 %) rangieren als Informationsquellen fast gleichauf – noch vor sozialen Medien wie Facebook & Co. (35 %). Nur bei den unter 30-jährigen Befragten bezieht mehr als jeder Zweite seine aktuellen Informationen nahezu gleich oft von klassischen Nachrichten-Websites (54 %) und Social Media-Plattformen (52 %).



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(vg) 13.06.2019



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