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CEOs haben wenig Vertrauen in Umsatzwachstum ihrer Unternehmen

CEOs weltweit prognostizieren ein langsameres Wirtschaftswachstum. 53 Prozent gehen von einem Rückgang des globalen Wachstums im Jahr 2020 aus. 2019 erwarteten nur 29 Prozent eine Verlangsamung, 2018 sogar nur fünf Prozent. Im Gegensatz dazu ist die Zahl der CEOs, die einen Anstieg des Wirtschaftswachstums prognostizieren, von 42 Prozent im Jahr 2019 auf nur 22 Prozent im Jahr 2020 gesunken. Dies sind einige Ergebnisse der 23. Umfrage von PwC unter fast 1.600 CEOs aus 83 Ländern weltweit, die anlässlich der Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums in Davos durchgeführt wurde.

Der Pessimismus der CEOs bezüglich des globalen Wirtschaftswachstums ist in Nordamerika, Westeuropa und dem Nahen Osten besonders ausgeprägt. 63 Prozent, 59 Prozent und 57 Prozent der CEOs aus diesen Regionen prognostizieren für das kommende Jahr ein geringeres globales Wachstum.

"Angesichts der anhaltenden Unsicherheit über Handelsspannungen, geopolitische Fragen und die mangelnde Einigkeit über den Umgang mit dem Klimawandel ist der Rückgang des Vertrauens in das Wirtschaftswachstum nicht überraschend - auch wenn das Ausmaß des Stimmungsumschwungs nicht unerheblich ist", sagte Bob Moritz, Vorsitzender des PwC-Netzwerks.

Vertrauen der CEOs in das eigene Umsatzwachstum sinkt

Auch für das eigene Unternehmen herrscht Pessimismus vor. Nur 27 Prozent der CEOs geben an, dass sie "sehr zuversichtlich" in Bezug auf das Wachstum ihrer eigenen Organisation in den nächsten zwölf Monaten sind - das ist der niedrigste Stand seit 2009, 2019 waren immerhin noch 35 Prozent positiv gestimmt.

Von Land zu Land gibt es indes große Unterschiede, wobei China und Indien mit 45 Prozent bzw. 40 Prozent am zuversichtlichsten sind, was das Unternehmenswachstum anbelangt. In den USA (36 %), Kanada (27 %), Großbritannien (26 %), Deutschland (20 %), Frankreich (18 %) und Japan (11 %) ist die Zahl der CEOs, die sehr zuversichtlich sind, dass die Erträge im Jahr 2020 steigen werden, geringer.

USA wichtigster Wachstumsmarkt, Deutschland unter den Top 5

Gefragt wurde auch, welche Länder zu den wichtigsten Wachstumsmärkten gehören. Hier haben die USA die Nase vorn. 30 Prozent der CEOs des Marktes erwarten für die nächsten zwölf Monate ein Wachstum. In China sind es 29 Prozent. Interessant: Die anhaltenden Handelskonflikte und politischen Spannungen haben die Attraktivität der USA für chinesische CEOs ernsthaft beeinträchtigt. Im Jahr 2018 nannten 59 Prozent der chinesischen CEOs die USA als einen ihrer drei wichtigsten Wachstumsmärkte, im Jahr 2020 ist dieser Anteil auf nur noch elf Prozent gesunken. Davon profitiert Australien: 45 Prozent der chinesischen CEOs sehen Australien jetzt als einen der drei wichtigsten Wachstumsmärkte an, verglichen mit nur neun Prozent vor zwei Jahren.

Die anderen Länder, die zu den fünf wichtigsten Wachstumsmärkten gehören, sind Deutschland (13 %), Indien (9 %) und Großbritannien (9 %).

Besorgnis über das unsichere Wirtschaftswachstum steigt, Überregulierung ist Hauptsorge

Nach den größten Bedrohungen für die Wachstumsaussichten ihrer Organisation gefragt, rangiert das ungewisse Wirtschaftswachstum es auf dem dritten Platz (2019: Rang 12), direkt hinter den Handelskonflikten und der andauernden Überregulierung, die wieder einmal die Tabelle als Bedrohung Nummer eins für CEOs anführt.

Die CEOs sind auch zunehmend besorgt über Cyber-Bedrohungen sowie über den Klimawandel und Umweltschäden. Doch trotz der zunehmenden Zahl extremer Wetterereignisse und der intensiven Debatte über dieses Thema überschattet das Ausmaß anderer Bedrohungen weiterhin den Klimawandel, der es noch immer nicht in die Top 10 der von den CEOs genannten Wachstumsbedrohungen geschafft hat.

Klimawandel - Herausforderung oder Chance?

Obwohl der Klimawandel nicht in den Top 10 der Bedrohungen für die Wachstumsaussichten von CEOs erscheint, ist das Thema auf der Agenda. Dabei stimmen 30 Prozent der CEOs der Aussage zu, dass Investitionen in Klimaschutzinitiativen ihre Reputation verbessern (16 % im Jahr 2010). 25 Prozent der CEOs sagen, dass Klimaschutzinitiativen zu neuen Produkt- und Dienstleistungsmöglichkeiten für ihr Unternehmen führen (13 % im Jahr 2010).

Neue Gesetze für Cyberspace und Datenschutz

Weitere Ergebnisse: Weltweit glauben mehr als zwei Drittel der CEOs, dass die Regierungen neue Gesetze einführen werden, um die Inhalte sowohl im Internet als auch in den sozialen Medien zu regulieren und dominante Technologieunternehmen aufzubrechen. Eine Mehrheit der CEOs (51 %) sagt auch voraus, dass die Regierungen den Privatsektor zunehmend dazu zwingen werden, Einzelpersonen für die von ihnen gesammelten persönlichen Daten finanziell zu entschädigen.

Die CEOs sind sich jedoch nicht einig, ob die Regierungen bei der Gestaltung der Datenschutzbestimmungen das richtige Gleichgewicht zwischen der Stärkung des Vertrauens der Verbraucher und der Aufrechterhaltung der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen finden. 41 Prozent sagen, dass sie das richtige Gleichgewicht finden, und 43Prozent sagen, dass sie es nicht tun.

Über die Befragung

PwC hat zwischen September und Oktober 2019 insgesamt 1.581 Interviews mit CEOs in 83 Ländern durchgeführt.



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(vg) 22.01.2020



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