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Produkt- und Markenpiraterie führt zu Umsatzeinbußen in Milliardenhöhe

Durch die weltweite Verletzung von Rechten an geistigem Eigentum sehen sich die europäischen Unternehmen mit Umsatzeinbußen in Milliardenhöhe konfrontiert. Das zeigt ein neuer EU-Bericht über den Schutz und die Durchsetzung der Rechte an geistigem Eigentum (IPR) in Drittländern. Demnach stammen mehr als 80 Prozent der von den EU-Zollbehörden beschlagnahmten nachgeahmten Waren und Raubkopien aus China und Hongkong. Weitere Länder, die der Bericht untersucht sind Indien, Indonesien, Russland, Türkei und die Ukraine sowie Argentinien, Brasilien, Ecuador, Malaysia, Nigeria, Saudi-Arabien und Thailand.

"Der Schutz geistigen Eigentums wie Marken, Patente oder geografische Angaben ist für das Wirtschaftswachstum der EU, unsere Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit von entscheidender Bedeutung", so Handelskommissar Phil Hogan. "Bis zu 82 Prozent aller EU-Exporte werden von Sektoren erzeugt, die vom geistigen Eigentum abhängig sind. Verletzungen des geistigen Eigentums, einschließlich erzwungenem Technologietransfer, Diebstahl von geistigem Eigentum, Nachahmung und Produktpiraterie bedrohen jedes Jahr hunderttausende von Arbeitsplätzen in der EU."

Schutz von Pflanzensorten im Fokus

Der Bericht beschäftigt sich auch mit geistigem Eigentum im Zusammenhang mit Pflanzensorten. Die Pflanzenzüchtung könne eine wichtige Rolle bei der Steigerung von Produktivität und Qualität in der Landwirtschaft spielen und gleichzeitig die Belastung der Umwelt minimieren, heißt es. Die EU wolle Investitionen und Forschung in diesem Bereich fördern, auch bei der Entwicklung neuer, gegen Dürre, Überschwemmung, Hitze und Salzgehalt resistenter Pflanzen, um besser auf die negativen Folgen des Klimawandels reagieren zu können. Der Schutz von Pflanzensorten werde daher zu einer der Prioritäten der Kommission in der kommenden Zeit.

Den Bericht finden Sie hier.

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(vg) 10.01.2020