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Compliance: Bewusstsein im Management sinkt

Beim Thema Compliance unterschätzen Unternehmen wesentliche Risiken. Das ist ein Ergebnis der repräsentativen, branchenübergreifenden Studie 'CMS Compliance-Barometer', die von der Wirtschaftskanzlei CMS Deutschland im Jahr 2018 zum vierten Mal erhoben wurde. Der CMS Compliance-Index, der angibt, wie stark Compliance in Großunternehmen implementiert ist, hat sich in diesem Jahr auf einem hohen Wert von 67,1 von möglichen 100 Zählern stabil gehalten. Für die Studie wurden 177 Compliance-Verantwortliche aus großen Unternehmen mit mindestens 500 Mitarbeitern vom Marktforschungsinstitut Ipsos befragt.

Datenschutz im Fokus, Korruption wird unterschätzt

35 Prozent der befragten Unternehmensvertreter nennen das Thema Datenschutz an erster Stelle der Compliance-Risiken (Vorjahr: 22 Prozent). Als zweit- und drittwichtigste Risiken geben die Befragten Korruption (16 Prozent) sowie Haftung für Produkte und Dienstleistungen (11 Prozent) an. Aus Sicht der Befragten ist die Bedeutung von Korruption im Vergleich zum Vorjahr deutlich rückläufig. Die Themen Kartellrecht und Geheimnisschutz spielen sogar nur eine untergeordnete Rolle.

Dies ist laut CMS bemerkenswert. Denn betrachtet man die Ergebnisse des aktuellen Korruptionswahrnehmungsindex (CPI) von Transparency International, zeigt sich dort ein anderes Bild: Demnach nehmen aus Sicht der Unternehmensleiter Korruption und Bestechung in Wirtschaft und öffentlichen Institutionen in Deutschland zu. Die deutliche Diskrepanz in der Risikowahrnehmung steht auch im Gegensatz zu dem tatsächlichen Risiko, welches von Korruptions- oder Kartellverstößen für Unternehmen ausgehen kann.

Nachlassende Aufmerksamkeit auf Management-Ebene

Während bei den Managern das attestierte Compliance-Bewusstsein über die Jahre leicht rückläufig ist (von 81 Prozent in 2016 auf 76 Prozent in 2018), ist es bei den Mitarbeitern kontinuierlich gestiegen. Dennoch besteht laut CMS weiterhin Nachholbedarf: Nur 40 Prozent der Befragten stufen das Compliance-Bewusstsein der Mitarbeiter als gut bis sehr gut ausgeprägt ein, zwölf Prozent als schlecht oder sogar sehr schlecht.

Digitaler Wandel verändert Compliance-Anforderungen

Erstmals wurden im Rahmen des Compliance-Barometers 2018 auch die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Compliance erhoben: Knapp die Hälfte der Befragten gab an, die Digitalisierung als eine Chance wahrzunehmen, um die Compliance zu verbessern. Ein Viertel sieht in ihr indessen ein zusätzliches Risiko, das es zu managen gilt. Ebenso viele Befragte sind noch unschlüssig, was die Digitalisierung für Compliance bedeutet.



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(tor) 24.05.2019



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