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Cybersicherheit: Schwachstelle Arbeitnehmer

Fast zwei Fünftel der europäischen Unternehmen sind in den vergangenen fünf Jahren wissentlich Opfer eines Cyberangriffs geworden, so eine aktuelle Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungs-gesellschaft RSM. 64% der Befragten gaben zu, dass sie möglicherweise unwissentlich gehackt wurden. Hinzu kommt ein Gefühl der Apathie und Duldung, denn 62% der Teilnehmer glauben sogar, dass die Angreifer einfallsreicher sind als die Softwareentwickler.

Die Studie, bei der 597 Entscheidungsträger aus 33 europäischen Ländern befragt wurden, deutet darauf hin, dass Arbeitnehmer das schwache Glied in puncto Sicherheit in vielen europäischen Unternehmen sind. Fast die Hälfte (46%) der erfolgreichen Angriffe richteten sich per E-Mail an Mitarbeiter mit sogenannten Phishing-Aktivitäten, wobei 22% der Unternehmen immer noch keine Cybersicherheitstrainings für ihre Mitarbeiter durchführen.

Trotz der europäischen Datenschutz-Grundverordnung, die Unternehmen verpflichtet, bestimmte Arten von Datenschutzverletzungen innerhalb der ersten 72 Stunden nach der Feststellung zu melden, werden 75 % der Angriffe nie öffentlich bekannt. Nur 23 % der Unternehmen entscheiden sich dafür, die Aufsichtsbehörde und/oder andere zuständige Behörden nach einem Verstoß zu informieren.

Obwohl Reputationsschäden für die Befragten ein zentrales Thema sind, scheint Unklarheit den Mangel an Transparenz zu vergrößern, denn ein Drittel (34%) gibt zu, dass sie die Umstände, unter denen sie eine Datenschutzverletzung melden müssten, nicht verstehen.

Die ausführliche Studie können sich Interessenten hier herunterladen.




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(tor) 18.09.2019