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Handel
27.04.2017

E-Commerce: Kauf auf Rechnung am beliebtesten

Kauf auf Rechnung knackt 2016 die 30-Prozent-Marke (Quelle: EHI)

Den Checkout-Prozess sichern 72 Prozent der Händler mittels 3D-Secure-Verfahren (Quelle: EHI)

Nach wie vor zahlen deutsche Kunden ihre Online-Käufe am liebsten erst nach Erhalt der Ware. Die meisten Händler stellen sich darauf ein, auch wenn sie an erster Stelle die Zahlung per E-Wallet oder Kreditkarte anbieten. Der Kauf auf Rechnung baut damit seine Spitzenposition als umsatzstärkste Zahlungsart im E-Commerce weiter aus. Die Lastschrift liegt hier an Platz zwei vor Paypal, welches erneut leichte Einbußen hinnehmen musste. Die Marktanteile der Kreditkarte bleiben konstant. Das sind Ergebnisse der diesjährigen Studie 'Online-Payment 2017' des EHI Retail Instituts, Köln.

Breiter Zahlungsmix im Angebot

Onlineshops bieten ihren Kunden demnach mehr Zahlungsdienste an als im Vorjahr. Im Schnitt konnten Kunden 2016 in den 1.000 umsatzstärksten Onlineshops aus sieben unterschiedlichen Zahlungsmöglichkeiten wählen, bei den Top 10-Shops waren es sogar knapp neun.

Nach wie vor sind hier E-Wallets, also digitale Geldbörsen wie Paypal, und Kreditkarten die mit Abstand am häufigsten angebotenen Zahlungsverfahren. Besondere Bedeutung hat auch weiterhin der Rechnungskauf. 67,7 Prozent der Top 1.000-Onlineshops boten ihren Kunden 2016 die Möglichkeit, den fälligen Rechnungsbetrag erst nach Erhalt der Ware zu begleichen.

Paydirekt, der gemeinschaftliche Zahlungsdienst der Deutschen Kreditwirtschaft, ist bisher eher gering verbreitet. Nur 45 (von insgesamt 815) Paydirekt-Shops sind unter den Top 1.000-Online-Händlern (Stand: 13.04.2017). 34 Prozent der befragten Händler geben aber an, dass sie Paydirekt bis Ende 2018 in den Zahlungsmix aufnehmen wollen.

Rechnung knackt 30-Prozent-Marke

Die am häufigsten angebotenen Zahlungsverfahren sind nicht zwangsläufig diejenigen, mit denen Händler die größten Umsätze erzielen. So knackt der Kauf auf Rechnung im Umsatzjahr 2016 die 30-Prozent-Marke und liegt mit 30,5 Prozent weiterhin an erster Stelle der umsatzstärksten Zahlungsarten. Mit 20,2 Prozent erobert sich die Zahlung per Lastschrift den zweiten Platz zurück. Die hohe Platzierung der ist vor allem getrieben durch Amazon (22 Prozent Anteil am E-Commerce-Umsatz). Klammert man Amazon bei der Betrachtung des Marktes aus, rutscht die Lastschrift mit 4,2 Prozent Umsatzanteil auf Platz 7 ab.

Paypal verliert erneut Marktanteile und rutscht mit 17,9 Prozent Umsatzanteil auf Rang drei. Den vierten Platz besetzt nach wie vor die Kreditkarte (12,2 Prozent). Alle anderen Zahlungsarten liegen unterhalb der Fünf-Prozent-Marke.

Kreditkarte mit 3D-Secure

Die Marktanteile der Kreditkarte sind nahezu konstant geblieben. Den Checkout-Prozess sichern inzwischen 72 Prozent der Händler mittels sogenannten 3D-Secure-Verfahren (z.B. Verified by Visa oder Mastercard Secure Code) ab. Nur noch 27 Prozent der Händler verzichten grundsätzlich auf die Nutzung von 3DS, im Vorjahr waren es noch 41 Prozent.

Die hohen Sicherheitsvorkehrungen bleiben nicht ohne Folgen: Bei 43 Prozent der Händler wurden Kreditkarten seltener als Zahlungsmittel gewählt. 61 Prozent beobachten einen Anstieg der Zahlungsabbrüche nach Auswahl der Zahlungsart Kreditkarte, wenn die Zahlung mittels 3DS abgesichert wird.

Datenbasis

Die Studie 'Online-Payment 2017' beinhaltet Daten von 106 Online-Händlern (Pureplayer und Omnichannler) unterschiedlicher Branchen und Umsatzgrößen. Davon flossen Angaben von Händlern mit einem Gesamtbruttoumsatz in Höhe von 17,6 Mrd. Euro in die Berechnung der Marktanteile der Zahlungsarten ein. 64 der Händler beteiligten sich auch an der qualitativen Befragung. Datengrundlage für die Markthochrechnung bilden die 1.000 umsatzstärksten B2C-Onlineshops für physische Güter (inkl. E-Books) aus der Studie 'E-Commerce-Markt 2016' von EHI und Statista, die im Geschäftsjahr 2015 einen Gesamtumsatz von 35,5 Mrd. Euro erwirtschafteten.

(vg)