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Handel
20.02.2018

BÖLW: Bio-Markt wächst, Umsatz von über 10 Mrd. Euro

Anlässlich der Bilanzpressekonferenz der Bio-Branche zum Start der Bio-Lebensmittelmesse Biofach in Nürnberg stellte der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) aktuelle Zahlen vor. Demnach besteht unter den deutschen Landwirten ein starkes Bio-Interesse: Im Jahr 2017 nahm die heimische Öko-Fläche um zehn Prozent auf insgesamt 1,4 Millionen Hektar zu. 8,2 Prozent der gesamten Landwirtschaftsfläche bewirtschaften damit Deutschlands Bio-Bauern, rechnet der BÖLW vor. Die Zahl der Öko-Betriebe wuchs auf 29.174, während die Zahl aller Höfe im vergangenen Jahr um etwa 7.600 auf 267.800 wegen Betriebsaufgaben sank.

Bio-Umsatz knackt 10 Milliarden Euro

Auch bei den Verbrauchern kommt Bio gut an: Nach der Berechnung des 'Arbeitskreises Biomarkt' wurden mit Bio-Lebensmitteln und -Getränken ein Umsatzplus von 5,9 Prozent und ein Marktvolumen von insgesamt 10,04 Milliarden Euro erreicht (2016: 9,48 Mrd. Euro) erreicht. Der Naturkostfachhandel konnte seinen Umsatz um 2,2 Prozent steigern, erwirtschaftete 2,91 Milliarden Euro (inkl. Non-Food: 3,29 Mrd. Euro) und stellte 2017 einen Anteil am Bio-Markt von 29 Prozent.

Die Umsätze im Lebensmitteleinzelhandel (LEH) stiegen mit 8,8 Prozent überdurchschnittlich stark auf einen Bio-Umsatz von 5,93 Milliarden Euro an. Der LEH erreichte 2017 damit einen Anteil am Bio-Markt von 59 Prozent. Bei vielen Produkten holten insbesondere die Discounter auf, die zuletzt ihre Bio-Sortimente deutlich verbreiterten, so der BÖLW. In den sonstigen Geschäften kauften die Kunden demnach Bio-Produkte im Wert von 1,20 Milliarden Euro.

Der BÖLW-Vorsitzende Felix Prinz zu Löwenstein appellierte an Bund, Länder und die EU, das große Potential für Bio für einen nachhaltigen Umbau von Ernährung und Landwirtschaft zu nutzen und etwa das neue Bio-Recht sinnvoll auszugestalten, in Forschung und Entwicklung zu investieren und Bio-Bauern zu unterstützen. Mit der 'Zukunftsstrategie Ökolandbau' könne die Bundesregierung hier wichtige erste Impulse setzen. Gut sei auch, dass im Koalitionsvertrag mit 2030 ein konkretes Datum für das Ziel von 20 Prozent Bio-Flächen gesetzt wurde.

(sl)