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Wer sich bei Facebook informiert, nutzt meistens professionelle Beiträge

Wenn es darum geht Informationen über das tagesaktuelle Geschehen zu bekommen, hat das Internet für die deutschsprachige Bevölkerung nur eine nachgeordnete Bedeutung. Zu diesem Ergebnis kommen übereinstimmend die AWA und die Mediengewichtungsstudie der Landesmedienanstalten.

Täglich nutzen 20,3 Millionen das Netz zur Information. Jeder Zehnte von ihnen nutzt Facebook zu Informationszwecken. Dabei wählt drei Viertel davon bewusst „professionelle Beiträge“, also im Wesentlichen Infos, die Journalisten klassischer Medien erstellen. Mehr zum Thema…


Medien & Werbung
05.02.2014

Abnehmender Traffic im Werbemarkt Automotive-Umfeld

Unverändert der Deutschen liebstes Kind: das Auto

Die Produktmärkte Kfz-Finanzierung, Kraft- und Schmierstoffe, Autoteile Hersteller und Autovermietung waren im vergangenen Jahr durch beachtliche Steigerungen der Werbespendings einzelner Unternehmen gekennzeichnet. In den Produktmärkten Werkstätten, Online-Portale Kfz und Reifenhersteller wurden die Werbeausgaben teilweise drastisch gesenkt. Continental, bisheriger Spitzenreiter in Punkto Werbeausgaben, fährt seine Ausgaben enorm zurück und macht Platz für Carglass. Das sind einige Ergebnisse der „Werbemarktanalyse Automotive Umfeld 2014“, in der Ebiquity und Research Tools zwischen Oktober 2012 und September 2013 die Werbeausgaben im Automobil-Umfeld untersucht haben.

645 Millionen Euro haben die Werbetreibenden im Automobilumfeld demnach für mediale Kommunikation innerhalb eines Jahres ausgegeben. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Ausgaben in den zehn analysierten Produktmärkten um 19 Prozent zurückgegangen. Gleichzeitig ist die Anzahl der werbenden Unternehmen um 161 auf 889 gesunken. Die Werbemarktanalyse Automotive-Umfeld 2014 analysiert das Werbeverhalten der Anbieter von Produkten und Leistungen im Pkw-Umfeld.

Produktmarktübergreifend führt Carglass mit über 50 Millionen Euro das Ranking der Unternehmen nach Werbevolumen an. An zweiter und dritter Stelle liegen mit jeweils 25 Millionen Euro das Online-Portal mobile.international und die Volkswagen Händler. Reifenhersteller Continental, der noch im Vorjahr das Ranking mit über 100 Millionen Euro Werbeausgaben klar dominierte, liegt aktuell im Gesamtranking auf Platz zehn.

Der Produktmarkt Reifenhersteller hat sich nicht nur durch den drastischen Rückgang der Werbespendings von Continental neu sortiert. Auch Michelin und Goodyear Dunlop haben die Werbeausgaben deutlich gekürzt. Beachtlicher Aufsteiger und neu Drittplatzierter ist nach Continental und Goodyear nun Pirelli mit über neun Millionen Werbespendings. 

Den größten prozentualen Zuwachs im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verzeichnet der Produktmarkt der KFZ-Finanzierer. Die Werbeausgaben haben sich hier im Vergleich zum Vorjahreszeitraum fast verdreifacht. Zurückzuführen ist das auf die annähernd 15 Millionen Werbespendings der Direktbank ING-DiBa, die sich damit an die Spitze dieses Produktmarkts katapultiert.

Innerhalb der zehn untersuchten Produktmärkte haben die Automobilhändler mit 250 Millionen Euro die höchsten Ausgaben getätigt. Im Durchschnitt lag das Ausgabevolumen in diesem Produktmarkt pro Werbendem bei annähernd drei Millionen Euro. Mit über 25 Millionen Euro steht die Werbung der Volkswagenhändler in diesem Produktmarkt auf dem ersten Platz.

Mit 227 registrierten Unternehmen, die mediale Werbung als Marketinginstrument nutzen, stellen die Werkstätten den Produktbereich mit der größten Anzahl werbender Unternehmen dar. Auto-Teile-Unger steht hier mit über 20 Millionen Werbespendings einsam an der Spitze der Produktmarktrankings.

Trotz eines Rückgangs an Werbetreibenden von fast 30 Prozent stellen die Hersteller von Autoteilen und -zubehör mit 186 die zweitgrößte Anzahl werbender Unternehmen dar. Carglass führt einsam das Produktmarktranking an. Online-Reifenhändler Tirendo, Aufsteiger dieses Produktmarkts, vervielfacht seine Werbeausgaben und schiebt sich mit über 15 Millionen auf den zweiten Platz.

Aufsteiger ist Autovermieter Silver Tours, der seine Werbespendings von fast Null auf annähernd 15 Millionen Euro gesteigert hat. Auf fast denselben Betrag kommt die Direktbank ING-DiBa im Produktmarkt Kfz-Finanzierung. Beide Unternehmen dominieren die Werbeausgaben im jeweiligen Produktmarkt.

Insgesamt sind Fernsehen und Printmedien die am häufigsten genutzten Medien im Automobil-Umfeld. Deutlich seltener findet Outdoor- und Radiowerbung statt. Internet spielt nur eine untergeordnete Rolle. Nur wenige Unternehmen setzen hier große Budgets für das Internet ein.

(tor)