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Recht & Politik
23.11.2017

Online-Handel: EU verbietet Geoblocking

Ungerechtfertigtes Geoblocking im Online-Handel soll künftig verboten werden. Darauf haben sich Unterhändler des Europäischen Parlaments, der Mitgliedstaaten und der EU-Kommission geeinigt. Ab Weihnachten 2018 sollen Verbraucher beliebige Waren wie Möbel und Spielzeug oder Dienstleistungen wie Hotelübernachtungen innerhalb der ganzen EU ebenso online einkaufen wie zu Hause. Die Verbraucher sollen nach Wunsche der Politiker nicht mehr länger auf Websites mit nationalen Angeboten umgelenkt oder aufgefordert werden, mit einer in einem anderen Land ausgestellten Debit- oder Kreditkarte zu zahlen.

Andrus Ansip, Vizepräsident der EU-Kommission und zuständig für den digitalen Binnenmarkt, erklärt, dass man "der ungerechtfertigten Diskriminierung beim Online-Shopping ein Ende gesetzt", habe. "Mit den neuen Regeln können die Europäer wählen, von welcher Website sie etwas kaufen möchten, ohne blockiert oder umgeleitet zu werden." Die nächste Etappe sein nun die Senkung der Preise für grenzüberschreitende Paketzustellung, da dies die Menschen immer noch davon abhalte, EU-weit Produkte zu kaufen und zu verkaufen, ergänzt Elżbieta Bieńkowska, die für Binnenmarkt, Industrie, Unternehmertum und KMU.

Zur Website der EU-Kommission zu Geoblocking.

(vg)