Unternehmen & Marken, Handel, Personalien
07.07.2015

Deutsche Professionals sind amateurhaft vernetzt

Die Digitale Transformation ist noch nicht in den Köpfen des Vertriebs angekommen, bilanziert die neue "Networking Benchmark 2015" der Hamburger Managementberatung doubleYUU. Demnach werden digitale Business-Netzwerke wie Xing und LinkedIn viel zu selten und gänzlich ohne Strategie genutzt. Führungskräfte verschenkten auf diese Weise nicht nur Reichweite, Kontakte und Vertriebspotentiale, sie setzten auch den guten Ruf ihres Unternehmens aufs Spiel.
 
Die untersuchten Vertriebsprofis nutzen das Potential von Xing laut Studie nur zu gut einem Drittel, das von LinkedIn nur zu einem Fünftel. Fast jeder zweite Professional pflegt sein einmal angelegtes Profil überhaupt nicht, die übrigen nutzen es nur in Ausnahmefällen, um aktiv mit interessanten Fachbeiträgen oder Referenzen zu überzeugen. Rechtschreibfehler und unangemessene Profilbilder sorgen in vielen Fällen für einen verheerenden ersten Eindruck. In Kategorien wie Netzwerkverständnis, Sichtbarkeit, Kompetenz und Kontaktpotential schneiden die Professionals fast durchweg mittelmäßig bis schlecht ab.
 
Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:

- Vertriebsprofis nutzen das Potential von Xing nur zu gut einem Drittel, das von LinkedIn nur zu einem Fünftel
- 46 Prozent aller Profile sind Karteileichen
- Keines der untersuchten Unternehmen nutzt das Potential seiner Netzkontakte strategisch
- Deutsche Teams betreiben bestenfalls Nabelschau und betonen die karriererelevanten Qualifikationen. Sie vernachlässigen aber die aktive Positionierung ihres Unternehmens etwa durch das Veröffentlichen und Teilen von professionellen Beiträgen
- Unternehmen in Deutschland unterschätzen vor allem die Kontaktreichweite und Geschäftsrelevanz von LinkedIn
 
Die "Networking Benchmark" steht hier zum kostenlosen Download bereit.


(tor)