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Unternehmen & Marken
26.01.2016

Bedeutung von Werten: Sicherheit wird am höchsten geschätzt

Sicherheit ist für rund drei Viertel der Deutschen besonders wichtig. Auch Leistung und Solidarität haben eine besondere Bedeutung für die Bundesbürger. Dies ergab eine Umfrage des GfK Vereins zum 'Bedeutungswandel von Werten'. Zum Jahreswechsel 2015/16 befragte der GfK Verein mehr als 1.000 Menschen zu 13 Wertebegriffen. Analysiert wurde, ob die Werte in der aktuellen Zeit wichtiger oder weniger wichtig werden.

Das Ergebnis: 76 Prozent der Befragten gaben an, dass Sicherheit zunehmend wichtiger wird. Lediglich drei Prozent sind vom Gegenteil überzeugt. Damit liegt Sicherheit auf Platz eins im Ranking, mit weitem Abstand vor den anderen Werten und aus Sicht aller Altersgruppen. "Das vergangene Jahr hat Spuren hinterlassen – dies sehen wir auch beim Vergleich mit den Vorjahresergebnissen: Das Plus von acht Prozentpunkten zeigt, dass noch einmal deutlich mehr Menschen glauben, dass Sicherheit an Bedeutung gewinnt", sagt Prof. Dr. Raimund Wildner, Geschäftsführer des GfK Vereins.

Leistungsbereitschaft und Solidarität im Aufwind

Platz zwei nimmt, wie bereits im Vorjahr, der Wert Leistung ein. Strebsam zu sein, hält jeder Zweite für zukunftsträchtig. Aber auch Solidarität halten fast ebenso viele (49 %) für zunehmend wichtiger. Mit neun Prozentpunkten mehr gegenüber 2014 erreicht der Wert den höchsten Zuwachs und schaffte damit den Sprung von Rang neun auf Rang drei auf der Werteliste.

Zuhause und Zuversicht

Solide geht es im Werte-Kanon der Deutschen weiter: So liegen die Werte Zuhause und Vertrauen mit 48 und 47 Prozent auf den Plätzen vier und fünf des Rankings. Aber die Deutschen erachten für die Zukunft auch andere Werte als zunehmend wichtig: Neben Verantwortung (44 %) nennen die Umfrageteilnehmer Optimismus (43 %), Innovation (39 %) und Wettbewerb (38 %) als Werte, die an Bedeutung gewinnen.

Dass im Jahr 2016 Macht eine wachsende Rolle spielt, glaubt rund ein Drittel der Befragten. Die Schlusslichter der Umfrage bilden Luxus und Abenteuer: Nur 19 bzw. 17 Prozent der Befragten glauben, dass Hedonismus künftig relevanter wird.

Die Werte der Jüngeren


Wie sich die Bedeutung von Werten ändert, hängt auch vom Alter ab. So denken 27 Prozent der 14- bis 24-Jährigen, dass Abenteuer ein Wert ist, der wichtiger wird – das sind deutlich mehr als der Durchschnitt (17 %). Luxus schätzen am häufigsten die 25- bis 34-Jährigen als zunehmend bedeutenden Wert ein: 28 Prozent sind dieser Ansicht – das sind neun Prozentpunkte mehr als beim Durchschnitt aller Befragten.

Zudem setzt diese Altersgruppe auf Neues: 47 Prozent nennen Innovation als einen Wert, der immer relevanter wird. Damit rangiert die Innovation auf Rang 2 der Werteliste der 25- bis 34-Jährigen, beim bundesweiten Durchschnitt belegt dieser Wertebegriff lediglich Rang acht.

(rh)