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Städte als Marken 2. Herausforderungen und Horizonte
Anforderungen und Rahmenbedingungen des Stadtmarketings im Wandel

Leseprobe 1: Acht Thesen zum Stadtmarketing von morgen

Leseprobe 2: Von Leipzig zu Hypezig?

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Unternehmen & Marken
10.03.2016

Online-Handel erreicht in China Rekordmarktanteil von 11 %

Der Online-Handel wächst auch in China mit atemberaubendem Tempo. 2014 verzeichnete er dort bereits einen Umsatz von 2,9 Billionen Renminbi (409 Milliarden Euro). Tendenz steigend. Bis zum Jahr 2020 wird sich der E-Commerce-Marktanteil von derzeit elf Prozent auf dann 22 Prozent verdoppeln, der Umsatz auf zehn Billionen Renminbi gar mehr als verdreifachen. Haupttreiber dieser rasanten Entwicklung sind das mobile Internet, die Aufholjagd des Business-to-Consumer-Segments (B2C) und die wachsende Begeisterung der Chinesen für Markenprodukte. Das ist das Ergebnis des 'China E-Commerce Reports' der Managementberatung Bain & Company in Kooperation mit dem chinesischen Online-Konzern Alibaba.

Gigantische Wachstumschancen für Markenprodukte

Der Siegeszug der Marken wird demnach die traditionellen Machtverhältnisse im chinesischen Online-Handel auf den Kopf stellen. Mit einem Marktanteil von 55 Prozent überwiegt dort bisher noch der preisaggressive, Marken missachtende E-Commerce des Consumer-to-Consumer-Sektors (C2C). Bis 2020 aber wird das B2C-Geschäft den chinesischen Internethandel mit 70 Prozent Marktanteil klar dominieren.

"Dieser schnelle Wandel hin zum ‚Branded Internet‘ beruht auf den sich verändernden Wünschen der Konsumenten, die immer mehr Wert auf Authentizität der Marke, auf Qualität und guten Service der Markenanbieter legen", erklärt Bain-Partner und Handelsexperte Serge Hoffmann. "Das chinesische Internet ist zu einer internationalen Plattform gereift, die Präsenz vor Ort belohnt."

Regionale Anbieter schlagen globale Giganten

Der E-Commerce-Anteil der Markenprodukte stieg laut Studie von 2011 bis 2014 auf 65 Prozent. Ihr Umsatz wuchs auf eine Billion Renminbi, ihr Marktanteil am gesamten Handel auf vier Prozent. Chinesische Marken sind die großen Gewinner dieser Entwicklung und der westlichen Konkurrenz derzeit noch einen Schritt voraus. Die heimischen Markenhersteller kennen die Kunden vor Ort am besten und haben sich deren Bedürfnissen angepasst, schreiben die Studienautoren.

Große Herausforderungen für die Organisation der Markenanbieter

Um im boomenden E-Commerce in China eine wirkliche Internet-enabled Brand zu werden, müssen die großen Marken ihre Arbeitsabläufe den digitalen Unternehmenszielen anpassen, so die Studienautoren. Bain hat drei Erfolgsfaktoren für Unternehmen entwickelt, abhängig vom Reifegrad:

- Anfänger sollten sich zunächst auf die Entwicklung eines eigenständigen Internetmarketings und Verkaufssystems konzentrieren.
- Fortgeschrittene müssen ihre bestehenden Online- und Offlineaktivitäten integrieren, um Lieferketten und Lagerhaltung zu optimieren.
- Experten verändern ihr bisheriges Geschäftsmodell radikal und stellen den Kunden ins Zentrum ihrer neuen Wertschöpfungskette. So initiieren Kunden beispielsweise Produktinnovationen, die in Kleinserien getestet werden. Meinungsführer in den sozialen Medien verbreiten Markenbotschaften oder entwickeln neue Marken für bestimmte Kundensegmente.

(vg)