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24.05.2016

UDG und Sasserath Munzinger Plus schmieden Allianz

Jessica-Peppel Schulz, CEO der UDG United Digital Group, und Marc Sasserath, CEO und Gründungspartner Sasserath Munzinger Plus sowie Executive Chairman bei UDG (Foto: Gert Krautbauer/ UDG United Digital Group)

Die UDG United Digital Group und Sasserath Munzinger Plus machen künftig gemeinsame Sache und haben eine strategische Allianz geschlossen. Wir sprachen mit den beiden Firmenchefs Jessica-Peppel Schulz, CEO der UDG United Digital Group, und Marc Sasserath, CEO und Gründungspartner Sasserath Munzinger Plus sowie Executive Chairman bei UDG, über die digitale Transformation, wichtige Gallionsfiguren und das Zusammenspiel der Kräfte. 

Markenartikel: Die UDG United Digital Group macht Marc Sasserath, CEO und Gründungspartner der Markenberatung Sasserath Munzinger Plus, zum Executive Chairman. Das ist eine Meldung, die in der Branche für Aufmerksamkeit sorgen dürfte….
Jessica Peppel-Schulz: Die Position wurde neu geschaffen. Marc Sasserath ist bei uns seit 2015 Mitglied im Beirat, aber wir haben schnell gemerkt, dass uns das nicht reicht. Wir haben bereits einige Projekte gemeinsam mit Sasserath Munzinger Plus realisiert und festgestellt, dass das sehr gut passt. Einige Meetings später war klar, dass wir Marc Sasserath operativ als Executive Chairman an Bord holen und mit seiner Markenberatung eine strategische Allianz eingehen werden. Seine Kompetenz als Markenstratege und Organisationsentwickler wird uns helfen, UDG noch mal einen Schritt nach vorne zu bringen und als Agenturmarke weiterzuentwickeln.

Markenartikel: Sie sind 2013 angetreten, um aus damals neun und heute elf Spezialagenturen eine starke Brand zu formen. Was genau wird nun Marc Sasseraths Aufgabe bei UDG sein?
Peppel-Schulz: Bisher werden wir vor allem als Digitalagentur wahrgenommen und sind als solche auch schon im Lead wie z.B. bei Porsche. Wir sind jedoch als Full-Service-Agentur schon viel mehr. Denn wir können und wollen natürlich die gesamte Marketingklaviatur abdecken und den Kunden helfen, die Komplexität zu meistern, die heute ihren Alltag bestimmt. Mit Marc Sasserath holen wir nun noch die notwendige Markenexpertise an Bord, um uns auch in diesem Bereich noch stärker und klarer zu positionieren und so den nächsten Evolutionsschritt zu machen. Denn wir wollen beim Kunden als Full-Service-Agentur künftig auch in den Lead gehen und sie eben ganzheitlich betreuen. Marc Sasserath soll dies von Markenseite auch als eine Art Gallionsfigur vorantreiben.
Marc Sasserath: Beide Seiten bringen unterschiedliche Stärken in diese Allianz ein. Meine Aufgabe ist es, die Agentur zum einen nach innen weiter als starke Brand zu entwickeln und zu positionieren. Zum anderen geht es aber wie angesprochen auch darum, den Kunden gemeinsam ein breiteres Leistungsspektrum rund um die digitale Transformation anzubieten – und das noch klarer zu kommunizieren.

Markenartikel: Ein Thema, dem die Mehrheit der Unternehmen laut einer Studie im Auftrag des Markenverbandes eine große strategische Bedeutung beimessen. Trotzdem haben nur elf Prozent eine umfassende Digitalstrategie. Der Beratungsbedarf in punkto digitale Transformation dürfte demnach groß sein.
Sasserath: Alle hecheln dem Thema derzeit irgendwie hinterher. Ein Kernproblem der Digitalisierung ist die Technologie, von der viele Unternehmen gar nicht wissen, wie sie sie einsetzen sollen. Viele Unternehmen sind aber auch damit überfordert, wie sie damit umgehen sollen, dass die Kunden nun näher an sie heranrücken. Die Menschen haben heute eine Vielzahl an Möglichkeiten, um den Unternehmen Feedback zu geben und mit ihnen zu interagieren. Das war früher anders. Viele Marken sind deshalb mit der Situation konfrontiert, dass sie ihre Geschäftsmodelle und Organisationsstrukturen komplett überdenken müssen.
Peppel-Schulz: Die digitale Welt bietet riesige Chancen für neue Geschäftsmodelle und Prozesse. Es fehlt allerdings oft die richtige Strategie, damit Unternehmen die Transformation auch meistern. Die digitale Markenführung stellt sie vor große Herausforderungen. Mit UDG Consulting, unserer digitalen Strategieberatung, bieten wir hier seit mehreren Jahren auch strategisches Business Consulting an und beraten unsere Kunden auf dem Weg hin zu einem digital denkenden und agierenden Unternehmen. Sasserath Munzinger Plus wird eng mit der UDG Consulting zusammenarbeiten, um Kunden dabei zu unterstützen, Transformationsprozesse zu meistern.

Markenartikel: Dass Sie als Digitalagentur auch Consulting anbieten, dürfte auch dem Umstand geschuldet sein, dass zunehmend Unternehmensberatungen in das Agenturgeschäft eindringen und auch Werbeagenturen massiv ihre Beratungskompetenz ausbauen. So ist zum Beispiel Accenture bei Fjord eingestiegen und Publicis hat Sapient gekauft.
Peppel-Schulz: Es ist sicher vielen Kunden so noch nicht bewusst, dass wir auch die übergreifende Planung, Leitung und Organisation von Großprojekten ebenso wie das Projektmanagement vor Ort übernehmen. Wir können und müssen als UDG die komplette Customer Journey abdecken. Was wir übrigens schon für viele Kunden tun. So setzen wir z.B. für die Deutsche Lottogesellschaft auch TV-Spots um. Und für Porsche sind wir als digitale Lead-Agentur unter anderem auch für den kompletten digitalen Out-of-Home-Bereich zuständig.
Sasserath: Zusammen bieten wir die perfekte Symbiose von Brand, Tech und Business. Wenn wir zusammenwerfen, was die UDG im digitalen Bereich zu bieten hat und was wir an strategischer Markenkompetenz beisteuern können, ist das eine perfekte Kombination. Wir leben heute in einer digitalen Welt. Das optimale Markenerleben ist nur möglich, wenn Marken es schaffen, auch digital Exzellenz zu zeigen und ihre Markenwerte zu transportieren. Unser Ziel ist es, ihnen bei diesem Schritt zu helfen. Deshalb müssen wir viel stärker zeigen, was die UDG United Digital Group alles kann. Die Agentur arbeitet nicht in Silos. Alle Spezialisten spielen zusammen im Team Rugby – und nicht mehr als Einzelkämpfer Pingpong wie früher.

Markenartikel: Rugby? Sonst werden ja eher Fußballanalogien zitiert…  
Sasserath: In einem Rugby-Team gibt es zum Beispiel Spieler, die gut werfen, andere, die besonders schnell sind oder solche, die besonders stark sind und die Verteidigung übernehmen. Das Team funktioniert nur zusammen. Genau diese Bandbreite an verschiedenen Playern, die exzellent in ihren jeweiligen Einzeldisziplinen sind, aber auch super zusammenspielen, braucht man auch im Digitalbereich, um erfolgreich zu sein. Das deckt UDG mit den ehemals elf Spezialagenturen heute in einer starken Agenturmarke bestens ab.

Markenartikel: Trotzdem werden bei den großen Pitches vor allem Generalisten wie BBDO, Publicis Pixelpark & Co. geladen…
Peppel-Schulz: Früher hat die Klassik ein Konzept für eine Marke erstellt und das wurde von den jeweiligen Spezialisten nur noch in die einzelnen Kanäle exekutiert. Das geht heute so nicht mehr. Die Zeit der klassischen, traditionellen Full-Service-Agenturen ist vorbei. Denn man muss mit allen Disziplinen gemeinsam Rugby heute spielen, um das beste Konzept zu entwickeln. Unternehmen müssen ihre Marken künftig primär digital denken. Relevanz, Authentizität und Echtzeit sind dabei wichtige Stichworte. Diese digitale DNA ist unser Vorteil. Um jedoch in der ganzen Bandbreite mitspielen zu können, brauchen wir Marc Sasserath mit seiner strategischen Markenperspektive.
Sasserath: Den klassischen Consulting-Fabriken fehlen oft empathisch emotionale Kompetenzen und ein umfassendes Menschen- und Markenverständnis. Das bringen wir mit, indem wir unsere Kräfte in einem gemeinsamen Brand-Tech-Business bündeln. Und ich bin überzeugt, dass das wunderbar funktionieren wird. Jessica Peppel-Schulz und ich kennen uns schon seit elf Jahren. Damals war sie Marketingchefin von Hansenet und für die Marke Alice der Telecom Italia hierzulande zuständig. Wir haben damals mit Publicis Sasserath die Entwicklung einer einheitlichen Markenstrategie betreut, denn die Marke Alice sollte international ausgerollt werden. Die Zusammenarbeit hat schon damals gut funktioniert.

Markenartikel: Befürchten Sie denn nicht, dass die Kunden von Sasserath Munzinger Plus sich Sorgen machen könnten, dass sie nun weniger intensiv betreut werden, wenn Sie auch für UDG tätig sind?
Sasserath: Nein, denn unsere Kunden werden davon profitieren, da unser Team extrem viel von UDG lernt. Wir werden als strategische Markenberatung weiterhin unsere Kunden unabhängig betreuen. Auch unsere bestehenden Partnerschaften wie z.B. mit Nerd Communications bleiben bestehen. Wir wollen die beiden Unternehmen UDG United Digital Group und Sasserath Munzinger Plus explizit in ihrer Unterschiedlichkeit erhalten, denn nur so können Experten Experten bleiben. Aber wir stecken schon zusammen in einigen Pitches und es zeigt sich, dass es keine Berührungsängste gibt und die Teams gut zusammenpassen.
Peppel-Schulz: Um sich Ganzheitlichkeit und Expertenwissen gleichermaßen leisten zu können, braucht man ein entsprechend großes Team. Für UDG arbeiten rund 700 feste und freie Mitarbeiter, mit Sasserath Munzinger Plus kommen nochmal 25 Personen dazu. Wir haben Leute, die sich in ihrer Diversität sehr gut ergänzen, und wollen daraus ein Team schmieden, das den Markt dominieren kann. Wir wollen deshalb jederzeit die Besten für uns gewinnen, denn die Menschen sind das größte Kapital, das wir haben.

Markenartikel: Sie wollen also eine Art Kaderschmiede sein?
Peppel-Schulz: Absolut, da wollen wir hin. Auch deshalb müssen wir die Marke UDG weiter stärken. Wir sind schon gut vorangekommen auf dem Weg, ein Unternehmen zu sein. Aber der Veränderungsprozess geht kontinuierlich weiter. Wir sind laut BVDW die zweitgrößte Digitalagentur in Deutschland. Wir möchten aber weiter wachsen, an unserer Bekanntheit und Positionierung arbeiten und auch internationaler werden. Um auch unsere Leute auf dem Weg mitzunehmen, haben wir beispielsweise ein Designkonzept entwickelt, das all das symbolisieren soll und an allen Standorten gerade umgesetzt wird. Schon bald wird man in jedem unserer Büros ein Holzhaus mit einzelnen Streben finden. Es soll symbolisieren, dass wir sehr heterogen sind und diese Unterschiede auch fördern. Aber trotzdem ergeben die einzelnen Mosaike ein Gesamtbild. Wir sind einzigartig vielfältig.
Sasserath: Es ist ein tolles Bild. So bekommen auch die Mitarbeiter das Gefühl der Verbundenheit und Identifikation. Das Haus stiftet eine Art Heimatgefühl. Egal, wo die Kollegen gerade sind, sie fühlen sich überall sofort zu Hause. Bevor Jessica Peppel-Schulz zur UDG kam, war es eine reine Holding, eine leere Hülle mit lauter 100-prozentigen Tochtergesellschaften wie Nonstop Consulting, BB&K, Sumo etc. Da hat sich schon sehr viel getan. Jetzt gilt es, das Bild der Marke weiter zu schärfen.

Mehr zum Thema UDG und Marc Sasserath lesen Sie auch in new business-Printheft 22/2016, zum Abo geht es hier. Bei Interesse können Sie unter jessen(at)new-business.de das Einzelheft bestellen. Auch im MARKENARTIKEL 6/2016 finden Sie ein aktuelles Interview mit Jessica-Peppel Schulz und Marc Sasserath.

(vg)