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Unternehmen & Marken, Handel
07.12.2017

Rausch Schokolade: Nicht einfach nur eine Süßigkeit

Der familiengeführte Berliner Schokoladenhersteller Rausch ist einen radikalen Schritt gegangen und verkauft seine Produkte nur noch im Direktvertrieb – online und in seinem Berliner Schokoladenhaus. Geschadet hat es der Marke offenbar nicht – im Gegenteil.

Das erste Mal ist Robert Rausch den Jakobsweg 2009 gegangen. Der damals Anfang 20-Jährige wollte sich nach seinem Studium und einer Ausbildung zum Industriekaufmann vor allem darüber klar werden, was er mit seinem Leben anfangen will. Deshalb hatte er eine Liste mit Fragen und Geschäftsideen in seinen Rucksack gepackt, mit denen er sich auf seiner Wanderung auseinandersetzen wollte. Beschäftigt war er auf den 560 Kilometern durch Spaniens Norden dann jedoch vor allem damit, nicht zu viele Blasen zu bekommen und vor allem eine richtig gute Zeit zu haben.
Dennoch, der noch vage, aber doch grundlegende Entschluss nach der Wanderung lautete: "Ich will etwas reißen in meinem Leben", wie es Rausch in der Sprache seiner Generation formuliert. "Ich habe dann in Mainz vier Jahre in einer Agentur für Tourismusmarketing arbeitet, wo mir früh Verantwortung übertragen wurde. Und gemerkt, dass ich es mag, Dinge zu gestalten und Menschen mitzureißen."

Das blieb natürlich auch seinem Vater Jürgen Rausch nicht verborgen, der seit 1981 das elterliche Familienunternehmen, den 1918 gegründeten Berliner Schokoladenhersteller Rausch, geleitet hatte – und zwar mit großem Erfolg. Der Umsatz der Rausch-Gruppe stieg in dieser Zeit von zwei Millionen auf heute rund 120 Millionen Euro. In der Hoffnung, die Familientradition fortzusetzen, holte Jürgen Rausch seinen Sohn in die Geschäftsführung, wo dieser erst einmal jeden Bereich des Unternehmens gründlich kennenlernte – nicht nur am Stammsitz in Berlin-Tempelhof, wo die Markenschokolade Rausch hergestellt wird, sondern auch an den für den Gesamtumsatz deutlich wichtigeren Werken im niedersächsischen Peine. Dort produziert das Unternehmen als Private-Label-Dienstleister Schokolade für Lidl (Eigenmarke J. D. Gross).

Hundertprozentig sicher war sich Robert Rausch aber noch immer nicht, ob er als Mitglied der fünften Generation wirklich ganz in das Unternehmen einsteigen sollte – oder vielleicht doch lieber zusammen mit einem guten Freund ein Start-up aufbauen? "Ich bin dann 2013 noch einmal den Jakobsweg gegangen, als es sich endgültig zu entscheiden galt. Natürlich ist das Thema Schokolade für mich seit meiner Kindheit präsent – das ist ein hochattraktives Produkt. Aber ich habe durch mein Elternhaus auch mitbekommen, dass es kein leichter Job ist und man viel Verantwortung trägt. Ich habe mich dann aber schließlich zugunsten von Rausch entschieden – und das war genau richtig! Heute darf ich hier meinen Lebenstraum leben."

Warum sich das Unternehmen aus dem LEH zurückgezogen hat und ganz auf den Direktvertrieb konzentriert sowie Antworten auf die Frage, ob Rausch mit dieser selektiven Strategie nicht wichtige Markenerstkontakte verloren gehen, erfahren Sie im kompletten Markenporträt, das in der aktuellen Ausgabe 12/2017 des MARKENARTIKEL erschienen ist. Infos zum Heftinhalt sowie zur Heft- und Abo-Bestellung finden Sie hier.

(tor)