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Unternehmen & Marken
13.02.2018

ZEW: Innovationsausgaben auf Rekordniveau

Im Jahr 2016 hat die deutsche Wirtschaft 158,8 Milliarden Euro für Investitionen ausgegeben (Foto: Pixabay)

Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim hat die Ergebnisse seiner aktuellen Innovationserhebung 2017 veröffentlicht, die das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) beauftragt hat und die in Kooperation mit dem Institut für angewandte Sozialwissenschaft (infas) sowie dem Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) entstand.

Demnach haben die Unternehmen in Deutschland ihre Ausgaben für Innovationen im Jahr 2016 leicht erhöht – sowohl die Großunternehmen als auch die KMU: Ein Gesamt-Invest von 158,8 Milliarden Euro bedeutet ein Plus von zwei Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum – und eine neue Rekordmarke. Auch in den Jahren 2017 (+ 1,1, Prozent erwartete Ausgaben) und 2018 (+ 5,9 Prozent erwartete Ausgaben) wollen die Firmen teils weiter kräftig in Innovationen investieren. Zugleich sei der Anteil der Unternehmen in Deutschland, die Forschung und Entwicklung (FuE) durchgeführt haben, von 20 auf 17,4 Prozent gesunken.

Eine verstärkte Innovationstätigkeit in der Industrie macht sich laut den Studienmachern zudem in der erstmals seit vielen Jahren gestiegenen Innovatorenquote von 36,1 Prozent bemerkbar, also in dem Anteil der Unternehmen, die Innovationen eingeführt haben (Vorjahr: 35,2 Prozent).

Ein Drittel des Gesamtinvests aus dem Fahrzeugbau

Innerhalb der einzelnen Sektoren führt der Fahrzeugbau mit 52,4 Milliarden Euro und damit einem Drittel der Investitionsausgaben der gesamten deutschen Wirtschaft die Rangfolge weiter an. Budgeterhöhungen gab es auch in der Metallindustrie, dem Maschinenbau und der Kunststoffverarbeitung. Die Elektro-, Chemie- und Pharmaindustrie blieben nahezu unverändert und mit einem Zuwachs von 3,9 Prozent im Jahr 2016 legten die Dienstleister überdurchschnittlich stark zu. Die Industrie gab 2016 insgesamt 1,5 Prozent mehr für Innovationen aus.

Seit 1993 ist die Innovationserhebung alle zwei Jahre Teil des Community Innovation Surveys (CIS) des Statistischen Amts der Europäischen Kommission, der zu Erstellung einer Europäischen Innovationsstatistik dient. In der Bruttostichprobe der Innovationserhebung 2017 wurden 33.793 Unternehmen in 56 Branchengruppen befragt.

(sl)