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Unternehmen & Marken
27.02.2018

Audi testet Virtual-Reality-Holodeck

Audi-Mitarbeiter testen das Virtual-Reality-Holodeck (Foto: Audi AG)

Um das Design neuer Automodelle zu beurteilen, testet Audi einer Meldung zufolge aktuell das 'Virtual-Reality-Holodeck'. Mit der neuen Technologie wird in einer 15 mal 15 Meter großen, begehbaren virtuellen Umgebung ein dreidimensionales Abbild des jeweiligen Autos erzeugt, sodass das Entwicklungsteam frühzeitig einen realistischen Gesamteindruck eines neuen Modells von Innen und Außen erhält. Das Unternehmen will damit die Zahl der aufwändigen physischen Test-Modelle reduzieren und Entwicklungszeit sowie Kosten sparen.

Im Gegensatz zu bisherigen VR-Umgebungen können nun bis zu sechs Personen gleichzeitig um das Auto herumgehen, vermeldet Audi. Um im Holodeck arbeiten zu können, trägt demnach jeder Nutzer eine VR-Brille und zwei Hand-Controller zur Interaktion. Auf dem Rücken hat er einen Rucksack mit einem leistungsfähigen, nur drei Kilogramm schweren PC, der die Szene berechnet. Die mobilen PCs der Nutzer sind über WLAN mit einer zentralen Workstation verbunden, die den Datenaustausch steuert. Das dreidimensionale Modell kann dabei in verschiedene Umgebungssettings überführt werden. In einer weiteren Ausbaustufe soll es das Holodeck möglich machen, Teilnehmer anderer Audi-Standorte hinzuzuschalten. Und nach dem Produktionsstart will Audi das System dazu nutzen, die Qualität eines Modells zu sichern.

15 Jahre Erfahrung mit VR-Technologie

Das Gesamtkonzept hat Audi mit der Stuttgarter Medien­agentur Lightshape entwickelt. Noch im Laufe dieses Jahres will das Unternehmen das VR-Holodeck in die Arbeitsprozesse einführen. Ziel der Testphase ist es auch, Möglichkeiten des Einsatzes in anderen Unternehmensbereichen auszuloten: Die Produktionsplaner bei Audi haben bereits ganze Bandabschnitte im System virtuell dargestellt, um künftige Abläufe zu visualisieren. Auch mit anderen Marken des VW-Konzerns steht die Abteilung im Austausch.

Bereits seit 2003 nutzt der Hersteller virtuell erzeugte 3D‑Modelle als festen Bestandteil im Entwicklungsprozess. Bereits bestehende Anwendungsgebiete von VR-Technologien bei Audi sind etwa ein virtuelles Training für Mitarbeiter in der Verpackungslogistik und die 'Audi VR experience', mit der Interessienten ihren Traumwagen virtuell konfigurieren und alle Ausstattungsoptionen realitätsgetreu erleben können.

(sl)