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Unternehmen & Marken
24.04.2018

BMW ist attraktivster Arbeitgeber, FMCG-Hersteller verlieren

BMW ist der beliebteste Arbeitgeber der angehenden Ingenieure und Wirtschaftsexperten, gefolgt von Daimler/Mercedes-Benz auf Rang 2 und Audi auf Rang 3. Die Stuttgarter überholen damit erstmals seit 15 Jahren den Ingolstädter Autobauer und gewinnen so viele neue Bewerber hinzu wie kein anderer Arbeitgeber. Insgesamt verlieren die Automobilhersteller aber in der Gunst der Absolventen. Das ist das Ergebnis des 'Trendence Absolventenbarometers 2018', einer Studie unter 55.000 abschlussnahen Studierenden.

Berater lösen Automobilhersteller als beliebteste Branche ab

19 Prozent der Wirtschaftswissenschaftler möchten demnach bei Automobilherstellern arbeiten. 20 Prozent bevorzugen Beratungen. Die Beratungen haben damit die Automobilhersteller als beliebteste Branche der Wirtschaftsabsolventen abgelöst. Deloitte überzeugt dabei deutlich mehr junge Bewerber als zuvor und erreicht mit Platz 17 seine beste je erzielte Position im Trendence-Arbeitgeberranking der Wirtschaftswissenschaftler hinter PwC (Rang 9), EY (10) und KPMG (12). So eng war der Abstand zwischen den Top 4 noch nie.

Konsumgüterhersteller verlieren Bewerber

Zu den Verlierern in der Gunst der Absolventen zählen neben den Automobilherstellern auch die FMCG-Produzenten. Ob Nahrungsmittel-, Körperpflege- oder Reinigungsmittelhersteller – die Hersteller schnelldrehender Konsumgüter finden sich nicht mehr unter den Top 20 der beliebtesten Arbeitgeber. Die meisten Bewerber verlieren die Unternehmen Haribo, Ferrero, Red Bull und Unilever.

Führungskompetenzen: motivieren und organisieren

Die Untersuchung zeigt nicht nur, wer die besten Arbeitgeber sind, sondern auch, die wichtigsten Kriterien der Absolventen bei der Wahl des ersten Arbeitgebers. Ganz oben auf der List steht ein guter Führungsstil. Für rund 95 Prozent der Ingenieure und Wirtschaftswissenschaftler spielt er eine wichtige Rolle bei der Entscheidung, Tendenz steigend. Rund die Hälfte der Studenten wünscht sich Chefs, die motivieren und organisieren. Ein Viertel möchte Führungskräfte, die mit Kritik umzugehen wissen und Konflikte managen. Darin sind sich die Studenten der Fachbereiche einig.

Einen Unterschied gibt es jedoch: 27 Prozent der Wirtschaftswissenschaftler brauchen empathische Chefs. Unter den Ingenieuren ist es nur jeder Sechste.

Arbeitswelt der Zukunft: Flexibilität, Leistung und Belohnung

Arbeitgeber stehen vor der Frage, wie sie die Arbeitswelt der Zukunft gestalten müssen, um für die Digitalisierung gerüstet zu sein. Die Digitals unter den Absolventen, die Bewerber mit besonders ausgeprägten digitalen Kompetenzen und einer positiven Einstellung gegenüber der Digitalisierung, haben klare Vorstellungen davon: Sie wünschen sich flexible Arbeitszeiten, Weiterbildung und Überstundenausgleich. Im Vergleich zu den Non-Digitals legen sie mehr Wert auf Homeoffice und leistungsbezogene Boni.

Hier geht es zum Ranking der Top-Arbeitgeber der Wirtschaftswissenschaftler. Hier zu den Ergebnissen der Ingenieure.

Über die Studie

Das 'Trendence Absolventenbarometer' ist eine repräsentative Studie unter 55.000 abschlussnahen Studierenden von 196 Hochschulen in Deutschland über ihre Wunscharbeitgeber und Karrierepläne. Die Daten wertet Trendence, Berlin, nach Fächergruppen aus.

(vg)