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Unternehmen & Marken
24.10.2018

Studie: Möbelkäufer sind wenig markenbewusst

Zwei Drittel der Deutschen achten bei ihren Möbelkäufen kaum auf Marken. Noch am ehesten spielen Marken beim Kauf von Küchen, Sitzmöbeln und Betten eine Rolle. (Foto: Dornbracht)

Der Möbelmarkt in Deutschland ist mit einer Gesellschaft im Wandel konfrontiert: Der Anteil der Singlehaushalte wächst kontinuierlich, ebenso der Anteil älterer Kunden. Außerdem verändern sich Bedürfnisse und Geschmäcker der Kunden schnell, gleichfalls ihr Informations- und Kaufverhalten. Der Stellenwert der eigenen, individuell gestalteten Wohnung ist derweil groß: Für die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung ist die eigene Wohnung der Ort, an dem man sich wohlfühlt und entspannt und auch ein Rückzugs- und Freiheitsraum. Entsprechend legen 79 Prozent der Bevölkerung Wert darauf, dass ihre Wohnung ganz nach ihren Bedürfnissen und ihrem individuellen Geschmack eingerichtet ist, wie aus der vom Verband der Deutschen Möbelindustrie (VDM) in Auftrag gegebene Allensbach-Studie „Wohnen in Deutschland“ hervorgeht.

Die Mehrheit der Bevölkerung ist demnach mit ihrer Einrichtung zufrieden, 27 Prozent jedoch – dies entspricht 18,8 Millionen Menschen – möchten ihre Wohnung gerne umgestalten. Veränderungswünsche haben dabei überdurchschnittlich viele Frauen, während Männer am liebsten alles beim Alten lassen. Männer mögen das Wohnen eher funktional, wohingegen Frauen auch gerne kreativ sind und immer mal wieder umdekorieren oder Möbel verrücken. 61 Prozent aller Frauen umgeben sich gerne mit schönen Dingen, während das nur 29 Prozent aller Männer wichtig ist.

26 Prozent aller Befragten hätten gerne eine neue Couch, 24 Prozent neue Gartenmöbel, 23 Prozent eine neue Küche und ebenfalls 23 Prozent ein neues Bad. 22 Prozent der deutschen Bevölkerung wollen gerne ein neues Bett. Objekte der Begierde sind also zurzeit vor allem Sitzmöbel, Garten- und Terrassenmöbel, Küchen sowie Bäder und Betten.

Bei der Auswahl von Möbeln spielen vor allem Design, Verarbeitung, Bequemlichkeit und Funktionalität eine Rolle. Der Preis spielt heute eine geringere Rolle als noch vor einigen Jahren.

Beim Geschmack gibt es hierzulande vier große Gruppen, die einen bestimmten Wohnstil favorisieren: 29 Prozent der Bevölkerung mögen das mobile Wohnen mit leichten und flexiblen Möbeln, die man einfach mal verstellen kann und die bequem sind. 21 Prozent mögen Möbel und Einrichtungen aus dem Bereich der modernen Klassik. Solche Möbel sind eher schlicht, die Raumanmutung wirkt aufgeräumt. 20 Prozent – und vorwiegend ältere Menschen – mögen das Wohnen eher konservativ mit gediegenem Sofa, bodenständigem Design und traditionellen Heimtextilien. 14 Prozent der Bevölkerung – und hier vor allem die Jüngeren – mögen das Wohnen funktional mit modernen Möbeln und einer klaren Formensprache. Einen reduzierten und avantgardistischen Wohnstil mögen nur 9 Prozent der Menschen in Deutschland.

Herkunftsland und Marken haben als Kaufkriterien derzeit nur begrenzt Bedeutung – und dies, obwohl 77 Prozent der Bevölkerung überzeugt sind, dass es bei Möbeln große Qualitätsunterschiede gibt. Anders als in vielen ausländischen Märkten werden weder „Made in Germany“ noch Marken im deutschen Möbelmarkt als Qualitätsindikator gesehen. Zwei Drittel achten bei ihren Möbelkäufen kaum auf Marken. Noch am ehesten spielen Marken beim Kauf von Küchen, Sitzmöbeln und Betten eine Rolle.

Möbelhandel bleibt wichtigste Informationsquelle vor dem Internet


46 Prozent der Bevölkerung haben in den letzten ein, zwei Jahren Möbel gekauft. Viele Kunden haben jedoch Mühe, trotz des großen Angebots und der zur Verfügung stehenden Informationen das Passende zu finden: Nur knapp der Hälfte der Kunden, die in nächster Zeit Möbel kaufen wollen, fällt die Suche und Auswahl leicht, während 35 Prozent sogar klagen, es sei schwer, das Passende zu finden – trotz der Zunahme der Informationsmöglichkeiten.

Nach wie vor ist der stationäre Handel mit Abstand die wichtigste Quelle von Information und Inspiration. Das gilt auch für die junge Generation, in der jedoch das Internet und der Austausch mit Freunden und Bekannten eine überdurchschnittlich große Rolle spielen. Insgesamt 40 Prozent zählen mittlerweile das Internet zu den besonders hilfreichen Informationsmöglichkeiten vor Möbelkäufen, in der jungen Generation sind es 63 Prozent. Auch soziale Netzwerke spielen hier zunehmend eine Rolle: knapp 30 Prozent ihrer Nutzer tauschen sich in Plattformen und Blogs auch über Einrichtung und Möbel aus. Insgesamt sind aber 77 Prozent der Bevölkerung davon überzeugt, dass Möbelhäuser eine der besten Quellen für Information und Inspiration vor dem Möbelkauf sind.


(tor)