Spielwarenhersteller
H.I.G. Capital will sich an Schleich beteiligen, Gläubiger wollen Kontrolle übernehmen
Beim Spielwarenhersteller Schleich steht nach Informationen der WirtschaftsWoche ein Eigentümerwechsel bevor. Kreditgeber des Unternehmens, darunter die US-amerikanische Beteiligungsgesellschaft H.I.G. Capital, wollen demnach die Kontrolle übernehmen. Geplant sei, Forderungen der Finanzgläubiger in Anteilsrechte umzuwandeln, berichtet die WirtschaftsWoche am 27. August 2026.
H.I.G. Capital hat beim Bundeskartellamt bereits den "indirekten Erwerb einer Minderheitsbeteiligung" an der Schleich Group Holding GmbH mit Sitz in München angemeldet. Die Anmeldung datiert vom 20. August 2026 und trägt das Aktenzeichen B2-44/26. Nach Angaben der WirtschaftsWoche wurde ein vergleichbarer Antrag auch bei den österreichischen Wettbewerbsbehörden eingereicht. Demnach beabsichtige eine Gruppe von Kreditgebern im Zuge einer finanziellen Restrukturierung, mittelbar sämtliche Anteile an der Schleich Group Holding zu erwerben. H.I.G. Capital wollte den Vorgang laut WirtschaftsWoche nicht kommentieren.
Über Schleich
Schleich wurde 1935 von Friedrich Schleich gegründet. Das Unternehmen entwickelte zunächst Kunststofffiguren und erweiterte sein Sortiment im Laufe der Jahrzehnte um verschiedene Themenwelten und Lizenzfiguren. Heute gehören unter anderem Tier-, Dinosaurier- und Fantasyfiguren sowie Spielsets zum Sortiment. Der Hauptsitz befindet sich inzwischen in München; zuvor war Schleich fast 90 Jahre in Schwäbisch Gmünd ansässig.
Seit 2019 gehört Schleich dem Schweizer Finanzinvestor Partners Group, der das Unternehmen vom französischen Investor Ardian übernommen hatte. Die Partners Group wollte Schleich zu einer globalen Marke ausbauen.
2025 hatte ein CEO-Wechsel stattgefunden. Der Restrukturierungsexperte Dr. Manfred Ziegler wurde an Bord geholt.
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