-

ANZEIGE

Germany 150 2026

Telekom bleibt wertvollste deutsche Marke, Rheinmetall mit stärkstem Wachstum

Quelle: Jirsak/Adobe Stock

Die 150 wertvollsten Marken Deutschlands kommen 2026 zusammen auf einen Markenwert von 640,6 Milliarden Euro. Das entspricht einem Anstieg von gut zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr. An der Spitze des Rankings von Brand Finance steht erneut die Deutsche Telekom. Gleichzeitig verschieben sich die Kräfteverhältnisse: Allianz rückt auf Rang zwei vor und Rheinmetall verzeichnet mit einem Plus von 98 Prozent das stärkste Markenwertwachstum.

Telekom baut Spitzenposition aus

Die Deutsche Telekom bleibt mit einem Markenwert von 83,4 Milliarden Euro die wertvollste deutsche Marke. Gegenüber dem Vorjahr legte der Wert um neun Prozent zu. Auf Rang zwei folgt Allianz mit 52,6 Milliarden Euro und einem Plus von 18 Prozent. Der Versicherungskonzern überholt damit Mercedes-Benz, dessen Markenwert um 15 Prozent auf 40,4 Milliarden Euro zurückging.

BMW behauptet Rang vier mit einem Markenwert von 38 Milliarden Euro. SAP verbessert sich von Platz sieben auf Platz fünf und kommt auf 32,7 Milliarden Euro. Volkswagen folgt mit 31 Milliarden Euro auf Rang sechs. Porsche fällt mit einem Markenwert von 30,5 Milliarden Euro auf Platz sieben zurück. Siemens belegt mit 22 Milliarden Euro Rang acht, vor Aldi Süd mit 16,8 Milliarden Euro und Adidas mit 16,4 Milliarden Euro.

Rheinmetall wächst am stärksten

Besonders deutlich fällt die Verschiebung bei Rheinmetall aus. Der Rüstungskonzern verzeichnet mit einem Plus von 98 Prozent das stärkste Markenwertwachstum im Ranking. Brand Finance führt die Entwicklung unter anderem auf die gestiegenen Militärausgaben in Europa zurück.

Auch außerhalb der klassischen Industrie zeigen sich deutliche Zuwächse. Eucerin steigert seinen Markenwert um 77 Prozent, Birkenstock um 22 Prozent. Neu in der Liste der 150 wertvollsten deutschen Marken sind unter anderem Aumovio, RTL, CIMIC, adesso, Nordex und Tempo.

Edeka ist Deutschlands stärkste Marke

Beim Ranking der Markenstärke ergibt sich ein anderes Bild als bei den Markenwerten. Edeka führt die Rangliste mit einem Brand Strength Index (BSI) von 92,1 von 100 Punkten und der Bewertung AAA+ an. Gegenüber dem Vorjahr verbessert sich die Handelsmarke um acht Plätze.

Auf Rang zwei folgt Aida mit einem BSI von 91,9 Punkten, Rang drei belegt Rewe mit 90,8 Punkten. Damit gehören drei Marken aus Handel beziehungsweise Tourismus zu den drei stärksten Marken des Landes.

Bemerkenswert ist zudem Tempo: Die Marke liegt beim Markenwert erst auf Rang 150, erreicht bei der Markenstärke jedoch Platz vier. Dies zeigt, dass Markenwert und Markenstärke unterschiedliche Dimensionen der Markenperformance abbilden.

Industrie bleibt prägend

Die deutsche Markenwirtschaft wird weiterhin stark von industriellen Marken geprägt. Automobilmarken stellen mit 24,6 Prozent den größten Anteil am gesamten Markenwert des Rankings. Es folgen Telekommunikation mit 13,4 Prozent, Handel mit 11,8 Prozent und Versicherungen mit 10,9 Prozent. Internet und Software kommen auf 5,6 Prozent.

Gleichzeitig verdeutlicht das Ranking die zunehmende Bedeutung von Dienstleistungen und konsumentennahen Marken. Während etablierte Automobilmarken wie Mercedes-Benz und Porsche unter Druck stehen, konnten etwa Allianz, Aldi Süd und SAP ihren Markenwert steigern.

Markenlandschaft im Wandel

Für Brand Finance spiegelt die Entwicklung eine deutsche Markenwirtschaft im Übergang wider. Traditionelle industrielle Stärke trifft auf wachsende Bedeutung von Dienstleistungen, Software und konsumentennahen Geschäftsmodellen. Trotz Inflation, schwacher Industrieproduktion und einer verhaltenen globalen Nachfrage stieg der Gesamtwert der 150 Marken leicht.

Das Ranking zeigt damit auch, dass Größe allein nicht über Markenstärke entscheidet: Während die Deutsche Telekom den höchsten Markenwert erreicht, liegt Edeka bei der Markenstärke vorn. Mit Tempo schafft es zudem eine Marke auf den vierten Platz der Markenstärke, obwohl sie beim Markenwert erst am Ende der Top-150-Liste steht.

 

zurück

vg 11.09.2026

 

Podcast

Der Podcast für die Marketingbranche

In "Das Marktpsychogramm" wollen Thomas Ebenfeld und Dirk Ziems die Psychologie hinter Menschen, Marken und Medien verständlich machen.

  • Welche Marke ist erfolgreich und warum?
  • Welche Studie ist aktuell besonders relevant?
  • Wer sind die Auf- und Absteiger der Branche?
  • Welche Auswirkungen hat KI auf das Marketing?

Alle 14 Tage mittwochs hier.

 

Printausgabe



Partner-News