Lebensmittelhersteller
Aurelius übernimmt Ella’s Kitchen, Natumi und weitere Hain-Marken
Der Finanzinvestor Aurelius übernimmt Hain International, das europäische Geschäft des US-amerikanischen Lebensmittelkonzerns The Hain Celestial Group. Der Unternehmenswert der Transaktion liegt laut Aurelius bei mehr als 280 Millionen Euro. Der Abschluss soll vorbehaltlich der erforderlichen Bedingungen und behördlichen Genehmigungen bis Ende 2026 erfolgen.
Eigenständiges europäisches Lebensmittelgeschäft
Mit der Übernahme soll Hain International als eigenständiges europäisches Lebensmittel- und Getränkeunternehmen aufgestellt werden. Das Unternehmen beschäftigt nach Angaben von Aurelius rund 1.500 Mitarbeiter und erzielt einen Jahresumsatz von etwa 600 Millionen Euro.
Hain International ist in Großbritannien und Europa aktiv und verfügt über sieben Produktionsstandorte in Großbritannien, Deutschland und Österreich. Zum Geschäft gehören sowohl Marken als auch Private-Label-Aktivitäten. Zu den Abnehmern zählen Lebensmitteleinzelhandel, Discounter, Gastronomie und weitere B2B-Kund in Großbritannien, Irland und Kontinentaleuropa.
Zum Markenportfolio von Hain International gehören Marken aus verschiedenen Lebensmittel- und Getränkekategorien, etwa Ella’s Kitchen, Hartley’s, Sun-Pat, Robertson’s, Frank Cooper’s und Rose’s, New Covent Garden Soup Co., Yorkshire Provender und Cully & Sully sowie Joya, Natumi,Lima und Linda McCartney
Damit umfasst das Portfolio unter anderem die Bio- und pflanzenbasierte Marke Natumi, die britische Babyfood-Marke Ella’s Kitchen sowie Linda McCartney im Bereich fleischfreier Produkte. Die Marken sind Teil des von Hain International übernommenen europäischen Geschäfts.
Fokus auf Marken und Produktion
Aurelius kündigt an, gemeinsam mit seinem operativen Beratungsteam Aurelius WaterRise unter anderem die bestehenden Marktpositionen weiterzuentwickeln, die Produktinnovation voranzutreiben und die Zusammenarbeit im Private-Label-Geschäft auszubauen. Zudem sollen die Effizienz der Produktionsstandorte und der Lieferkette optimiert werden.
Die Transaktion ist als sogenannter Carve-out angelegt: Hain International wird aus dem börsennotierten US-Konzern The Hain Celestial Group herausgelöst und soll künftig eigenständig am europäischen Markt agieren.
Der Vollzug der Transaktion steht noch unter verschiedenen Bedingungen. Dazu zählen laut Aurelius unter anderem regulatorische Genehmigungen sowie eine Änderung der Kreditvereinbarung von The Hain Celestial Group.
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