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Weltnudeltag

Nudeln: Eigenmarken dominieren, glutenfreie Varianten gewinnen Käufer

Quelle: Nerfee Mirandilla/Unsplash

Nudeln gehören zu den beliebtesten Sättigungsbeilagen in Deutschland. Knapp zwei Drittel der Bevölkerung essen mindestens einmal pro Woche Teigwaren. Gleichzeitig verändert sich der Markt: Während glutenfreie Nudeln mehr Käufer erreichen, verliert das Segment der Eierteigwaren an Reichweite. Auch Eigenmarken spielen eine wichtige Rolle. Das zeigen Daten von YouGov und dem Statistischen Bundesamt (Destatis) anlässlich des Weltnudeltags am 25. Oktober.

Eigenmarken prägen den Absatz

Ein deutscher Haushalt kauft durchschnittlich 16,5 Kilogramm Teigwaren pro Jahr und gibt dafür rund 50 Euro aus. Nach Angaben des YouGov Shopper FMCG-Panels stieg die Einkaufsfrequenz von durchschnittlich 17,5 Einkäufen im Jahr 2023 auf 18,2 im Zeitraum bis August 2026. Rund 31 Prozent der Nudeln werden im Rahmen von Aktionen gekauft. Eigenmarken erreichen einen Anteil von rund 57 Prozent am gesamten Teigwarenabsatz.

Bei den Sorten bleiben Spaghetti trotz eines leichten Absatzrückgangs gegenüber dem Vorjahr die meistgekaufte Variante. Es folgen Fusilli, Penne und Spätzle. Käuferzuwächse verzeichnen insbesondere kleinere Nudelformen wie Farfalle, Hörnchennudeln und Muscheln.

Glutenfreie Nudeln gewinnen, Eierteigwaren verlieren

Die Nachfrage entwickelt sich innerhalb der Kategorie unterschiedlich. Laut YouGov ist der Käuferkreis glutenfreier Nudeln im Zeitraum bis August 2026 deutlich gewachsen. Bei Eierteigwaren setzt sich dagegen der längerfristige Rückgang fort: Die Käuferreichweite sank innerhalb von vier Jahren um 8,7 Prozentpunkte und liegt aktuell bei rund 70 Prozent. Auch Vollkornnudeln verlieren an Reichweite; diese beträgt derzeit rund 18 Prozent.

Die Daten der Marktforschung zeigen zudem Unterschiede zwischen den Generationen. Insgesamt essen 63 Prozent der Befragten mindestens einmal pro Woche Nudeln. In der Generation Z sind es 72 Prozent, bei den Babyboomern und älteren Befragten 51 Prozent. Werden Nudeln, Kartoffeln und Reis direkt miteinander verglichen, bevorzugen 46 Prozent der Befragten Nudeln. Kartoffeln kommen auf 39 Prozent, Reis auf zwölf Prozent. Bei den Babyboomern und älteren Befragten liegen dagegen Kartoffeln mit 50 Prozent vor Nudeln mit 37 Prozent.

Für 37 Prozent der Befragten stehen Nudelgerichte vor allem für schnelle und praktische Mahlzeiten. In Ein-Personen-Haushalten beträgt der Anteil 42 Prozent. Gemeinsame Familienmahlzeiten verbinden insbesondere Haushalte mit zwei oder mehr Kindern mit Nudeln: Dort nennen 21 Prozent diesen Aspekt, gegenüber sieben Prozent in Haushalten ohne Kinder.

Italien stellt 69 Prozent der EU-Nudeln her

Auch bei der Produktion ist der Markt stark konzentriert. Nach Angaben von Destatis auf Basis von Eurostat-Daten wurden 2025 in der Europäischen Union rund 6,1 Millionen Tonnen Teigwaren produziert. Italien kam mit gut 4,2 Millionen Tonnen auf 69 Prozent der gesamten verkauften Produktionsmenge. Spanien folgte mit 379.000 Tonnen beziehungsweise sechs Prozent auf Platz zwei. Deutschland war mit gut 304.000 Tonnen und einem Anteil von fünf Prozent der drittgrößte Nudelproduzent in der EU.

Eine Besonderheit des deutschen Marktes ist der hohe Anteil an Eierteigwaren in der Produktion. 2025 enthielt knapp die Hälfte der hierzulande produzierten Nudelmenge Ei. In Italien lag der Anteil bei 17 Prozent, in Spanien bei zwei Prozent. EU-weit entfielen 18 Prozent der verkauften Produktionsmenge auf Teigwaren mit Ei.

Die Befragungsdaten von YouGov basieren auf Online-Interviews mit 2.017 Personen in Deutschland ab 18 Jahren, die am 5. und 7. Oktober 2026 durchgeführt wurden. Die Einkaufsdaten stammen aus dem YouGov Shopper FMCG-Panel. Die Produktionszahlen von Destatis beziehen sich auf die verkaufte Produktionsmenge im Jahr 2025.

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vg 20.10.2026

 

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